Viel Applaus für die vergangenen 25 Jahre

Von: Grit Schorn
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Bei der Jubiläumsmatinee erzÀ
Bei der Jubiläumsmatinee erzählen sich Ina Pappert, Anja Mattar, Tom Hirtz, Vater Josef Hirtz und Bernd Büttgens viele Geschichten und Anekdötchen über die 25-jährige Historie des Das Da Theaters.

Aachen. Vieles hängt derzeit vom Wetter ab - so auch der kluge Entschluss, die Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des beliebten Das Da Theaters nicht im verregneten Burgfrieden stattfinden zu lassen, sondern statt der Burg Frankenberg die heimischen Theatergefilde in der Liebigstraße aufzusuchen.

Und so wurde die „Silberhochzeit” zwischen Theater und Publikum angenehm trocken, witzig und oft auch gebührend rührend gefeiert.

Wie aus der einstigen gymnasialen Theater-AG das jetzige Das Da Theater wurde, davon kündeten nicht nur „Gründer” wie Tom Hirtz (Theaterleiter) und Bernd Büttgens (Stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung und zeitweise „Mitspieler” am Theater), sondern auch Szenen und Musik sowie verschiedene Personen, die sich um das aufstrebende freie Theater verdient gemacht haben.

Garagen in Rothe Erde

Längst hat die Das Da-Bühne in der Liebigstraße - nach abenteuerlichen früheren Behausungen - eine „grandiose Erfolgsgeschichte” vorzuweisen, wie Aachens früherer Oberbürgermeister Jürgen Linden vor fünf Jahren zum 20-jährigen Bestehen bemerkte. Hinreißend jetzt auch der Auftakt mit Bernd Büttgens als Ur-Berliner im Erfolgsmusical „Linie 1”, das zu den Höhepunkten im reichhaltigen Das Da-Programm zählt.

So manches Anekdötchen und skurrile Erinnerungen an „Garagen in Rothe Erde” machten die Runde, und - Ehre wem Ehre gebührt - nicht nur der unverzichtbare „Theatervater” Josef Hirtz wurde herzlich begrüßt von Sohn Tom und vom Publikum gefeiert, auch die emsigen Förderer und Sponsoren wie „LEO” oder die Sparkasse Aachen erhielten die verdiente Würdigung und viel Applaus.

Natürlich durften einige kurze Szenen aus alten und neuen Aufführungen nicht fehlen. Natürlich live! Das Da-Mitbegründerin Anja Mathar ließ die großartige Revue „Schall & Rauch” mit Liedern von Friedrich Hollaender neu erstehen, Bernd Büttgens ließ seinen wunderbaren Humor spielen in liebevollen Erinnerungen an Patrick Süskinds Einpersonenstück „Der Kontrabass”, in dem Büttgens den Musiker gespielt hatte (nicht etwa das Instrument, wie eine Zuschauerin vermutete. . .). Den Bassbogen von damals überreichte Büttgens als Geschenk an Josef Hirtz, der beim „Kontrabass” den Bühnenbau innehatte.

Jule Blatz und Uschi Büttgens sah man gerne in einer kurzen Szene in „Kikerikiste” von Paul Maar, das erste Kinderstück 1991 im Das Da. Die Aufführungen für Kinder und Jugendliche machten das ungewöhnliche Theater auch zum springlebendigen „Familientheater”, das aber ebenso erfolgreich harte, zwiespältige Themen und flotte Musicals auf die Bühne bringt. Ohne die kongeniale Bühnenausstattung von Frank Rommerskirchen sähe das alles nicht halb so interessant aus.

Eine Szene aus der diesjährigen „Burgtheater”-Aufführung von Shakespeares „Othello” zeigte Jens Eisenbeiser dunkelhäutig in der Titelrolle und Raphael Fachner als intriganten Jago. Beide Schauspieler verlassen jetzt Aachen. Der großartig aufspielende Eisenbeiser geht aus familiären Gründen, das junge Talent Fachner zieht es nach Berlin. Auch eine heiße Szene aus dem hauseigenen Musical von Maren Dupont kam glänzend an. Nicole Gütling geht zurück nach Berlin, Rebecca Selle fühlt sich in Aachen richtig wohl. Schön, dass auch der so vielseitige Mike Kühne dem kleinen Theater treu bleibt.

Jetzt auch Tanz im Programm

So ist es nun mal am Theater, weiß Theaterchef Hirtz, der am Ende einen verdienten, fast endlosen Schlussapplaus für seine Leistung als Intendant, Regisseur und „Steuermann” des Theaterschiffs bekommt. Viele verdiente Würdigungen gab es für alle engagiert Tätigen in diesem ganz besonderen Theater, das Aachen und Umgebung auch „fahrend” bereichert.

Kostproben von „Grüffelo” und dem „Kaufmann von Venedig” lassen bereits Vorfreude auf die kommende Spielzeit ab September aufkommen. Ja, und da wäre ja auch noch das neue Das Da-Tanztheater, das bereits kürzlich im Ludwig-Forum seinen erfolgreichen Einstand mit „Schräglagen” feiern konnte. Fortsetzung folgt, glauben Tom Hirtz und Choreografin Heike Sievert ganz fest.
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