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Versuchter Totschlag an Türsteher am Büchel: Prozessauftakt

Von: Wolfgang Schumacher
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Vor dieser Diskothek fielen am
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind auf diesem im Parkhaus Büchel von einer Überwachungskamera aufgenommenen Bild die beiden Schützen zu sehen, die am 3. September einen Türsteher der Disko Regatta mit zwei Schüssen lebensgefährlich verletzten.

Aachen. Vor dem Aachener Schwurgericht hat am Mittwochmorgen der Prozess gegen den Schützen, der am 3. September 2011 einen Türsteher des Aachener Clubs „Regatta“ am Büchel lebensgefährlich verletzt haben soll, begonnen.

Die von Staatsanwalt René Gilles vorgetragene Anklageschrift beschuldigt den 39-jährigen Albaner Marsel Q., am Morgen des 3. September 2011 auf zwei Türsteher gewartet und dann geschossen zu haben. Versuchter Totschlag lautet die Anklage.

Motiv für die Tat, so hieß es vor der Schwurgerichtskammer mit dem Vorsitzenden Richter Gerd Nohl, war eine Getränkerechnung, mit der zwei Gäste, darunter der Angeklagte, nicht einverstanden waren.

Sie hätten unter Protest das Lokal verlassen und dann bis 5.35 Uhr auf die Personen gewartet. Dann habe der Schütze gefragt, ob einem der zwei Männer der Club gehöre. Das Opfer bestätigte das, obwohl dies nicht der Wirklichkeit entsprach. Daraufhin soll der Angeklagte mit einer Schusswaffe der Marke Browning zwei Mal geschossen und das 36-jährige Opfer lebensgefährlich durch Treffer in die Brust und in die Region des Schlüsselbeins niedergestreckt haben.

Wie später Videoaufnahmen des nahen Parkhauses Büchel zeigten, flüchteten die Täter über die Wendeltreppe des Parkhauses. Trotz zahlreicher Aufrufe der Polizei, einer ausgesetzten Belohnung von 1000 Euro und veröffentlichten Fahndungsfotos konnten die Täter zunächst nicht ermittelt werden. Auch die ZDF-Sendung XY kümmerte sich in einem Fahndungsaufruf vom Oktober 2011 um den Fall. Doch erst Anfang September 2012 gelang es, den Flüchtigen Marsel Q. in Spanien festzunehmen.

Die in der Nacht in der Disko gemachten Bilder eines Fotografen hätten letztlich zum Auffinden des mutmaßlichen Schützen geführt, hieß es. Sein Mittäter konnte bislang nicht identifiziert werden.

Q. wird unter anderem von dem bekannten Eschweiler Strafverteidiger Norbert Hack verteidigt. Der Prozess wird am 19. März ab 9 Uhr im Aachener Justizzentrum fortgesetzt.

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