Versprechen: Bis 2030 gibt es 10.000 neue „Stadtbäume”

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Der Masterplan ein Meisterwerk? Die führenden Köpfe der Stadt sehen in dem jetzt vorgelegten Zukunftswerk „Aachen 2030”, an dem Verwaltung, Planungsbüros, Politiker, Parteien, Stadteile, Initiativen und vor allem die Bürger mitgearbeitet haben, eher als eine Unvollendete.

Dabei ist allerdings ein Kompendium von Plänen, Einschätzungen, Vorhaben und Bewertungen entstanden, das in den kommenden 18 Jahren die Melodie und den Takt der Entwicklung diverser Bereiche Aachens angeben soll und wird.

OB Marcel Philipp am Dienstag bei der Vorstellung im Rathaus: „Das war eine gemeinsame Aufgabe vieler Akteure. Das, was hier zusammengetragen wurde, wird in einen neuen Flächennutzungsplan münden.” Um den OB scharten sich viele, die zur urbanen Strategie bis 2030 beigetragen haben, federführend dabei das Büro BKR (Büro für Kommunal- und Regionalplanung) aus Aachen vertreten durch Chefplaner Ajo Hinzen.

Die Chefin des Fachbereichs Planung, Christiane Melcher: „Das Jahr 2030 ist nur eine Schnittstelle. Wir werden den Plan fortschreiben, jetzt sofort und später dann bis zum Jahr 2050.” Der in einem Vorabexemplar ausgehändigte Masterplan - er wird erstmals an diesem Donnerstag in einem städtischen Gremium, dem Planungsausschuss, beraten - gliedert sich in zehn ausgewiesene Handlungsfelder und in fünf übergeordnete „Aachen Akzente”.

Die Akzente beschreiben eher ein Lebensgefühl wie „Aachen urban” oder „Aachen Erbe/Modern”, Letzteres etwa soll die enge Nachbarschaft historischer und moderner Baukulturen kennzeichnen. Für die zehn Handlungsfelder allerdings bietet der Plan detaillierte Karten mit ausgefeilten Legenden, die den Ist-Zustand und mögliche wie gewünschte Veränderungen beschreiben.

Ein Beispiel etwa das Handlungsfeld Nr. 7 mit dem Titel „Freiraum”. Die Karte zeichnet die topographische Lage der zahlreichen „Grünen Finger” Aachens, also der verschiedenen Grünflächen nach, die sich von außen beinahe bis ins Zentrum erstrecken. An Punkten, an denen sich die Grünfinger im bebauten Raum nahe kommen, so Philipp, könne man künftig Zusammenschlüsse herbeiführen.

Dabei versprach der OB im gleichen Atemzug, dass „10.000 neue Stadtbäume” bis zum Jahr 2030 gepflanzt werden, im inneren Stadtgebiet stehen momentan rund 80.000 Bäume, die neuen kämen dann hinzu. Im Handlungsfeld „Wohnen” etwa werde man darüber informiert, wo gesunde Wohnquartiere stehen, wo verdichtet werden kann und wo die Reise in Vierteln hingehen soll, die dringend einer Qualitätsoffensive bedürfen.

Planer Hinzen fasste Stoßrichtung und die Leitlinien des Werkes zusammen: „Die Dynamik der universitären Campi wird das Gesicht der Stadt verändern. Wir werden eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur mit oder ohne Campusbahn brauchen, die Wohnquartier werden sich verändern.” Alle Ratsparteien, sie waren dort vertreten, begrüßten das neue Planwerk. Besonders erfreut zeigten sich die Professoren Gisela Engeln-Müllges (Initiative Aachen) und Christoph Hebel für die Fachhochschule Aachen. Beide hatten den Prozess seit langem begleitet.
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