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Verheyen: Mit „Schmackes” nach Brüssel

Von: Werner Czempas
Letzte Aktualisierung:
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Kommende Woche in Brüssel: Sabine Verheyen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sabine Verheyen hat sich viel vorgenommen. Seit Juli gehört die CDU-Politikerin als frisch gekürte Europaabgeordnete der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) an. Der Neuling auf dem Brüsseler und Straßburger Parkett will den Menschen in der Städteregion Aachen in den nächsten fünf Jahren, wie sie sagt, „Europa wieder stärker erfahrbar, begreifbar machen”.

Um das zu schaffen, hat die 44-Jährige in der Monheimsallee 37 in Aachen ihr Europabüro eröffnet - mit einem „Tag der offenen Tür”, zu dem örtliche Parteiprominenz und Freunde mit Blumen und guten Wünschen herbeikamen.

Die blamabel niedrige Wahlbeteiligung von unter 45 Prozent bei der jüngsten Europawahl macht erschreckend klar, wie schnuppe den Europäern ihr gemeinsames, aber unverstandenes Haus ist. Das will Sabine Verheyen zumindest in der Groß-Region Aachen im Dreieck Aachen-Heinsberg-Euskirchen ändern.

Die Menschen sollen ins Europabüro kommen, fragen und sich informieren können. Sie will „Brüsseler Politik vor Ort transparenter” machen, die ganzen Regeln und Vorschriften und Rahmengesetze und, und, und. Umgekehrt will sie in Brüssel und Straßburg „Wächter der kommunalen Belange” sein.

Temperamentvoll

Das mag sich schon so mancher Europapolitiker gewünscht und erhofft haben. Und ging dann doch genervt unter im riesigen Räderwerk der europäischen Instanzen-Maschinerie. Wer aber Sabine Verheyen kennt, weiß, dass sie sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Mit „Schmackes”, temperamentvoll, immer unerschrocken und vor allem mit viel Spaß geht sie die Arbeit an. Diesen Schwung atmet auch das neue Büro direkt gegenüber der Tiefgarage Monheimsallee (Spielcasino).

Hell wirken die vier mit modernen Möbeln einladend gestylten Räume. Zum Plausch unter freiem Himmel bittet ein kleiner Innenhof. Eine Info-Theke liefert Euro-Material satt. So ein freundliches Polit-Büro darf weit und breit gesucht werden.

Und strahlend inmittendrin: Sabine Verheyen. Allerdings nicht nur sie allein, denn nachhaltige eine Parlamentsarbeit im Raum Brüssel-Aachen-Straßburg schafft keine noch so engagierte Politikerin allein.

Im neuen Aachener Büro arbeiten im Verheyen-Team die Volkswirtin Daniela Gebauer und der Politologe Stephan Frings mit, im Brüsseler Büro die Politologin Inga Werdes und der Kommunikationswissenschaftler Hendrik Biergans. „Wir wollen Brüssel etwas entkrampfen”, verspricht Biergans. Die Europaabgeordnete Sabine Verheyen sitzt in Brüssel im Ausschuss für regionale Entwicklung und im Ausschuss für Kultur-Bildung-Medien-Sport. Zwei Ausschüsse, die sie auch für Aachen und die Region für wichtig hält. Brüssel ist nicht weit, weshalb Verheyen der heimischen Region zusagen kann: „Die Nähe zum Parlament erlaubt es mir, öfter als andere in meinem Wahlkreis aufzutreten.”

Das Europabüro Verheyen will nicht nur an einem „Tag der Offenen Tür” ein gastlich-offenes Haus sein. Die frisch gestrichenen Wände strahlen noch kahl im hellen Weiß, aber sie sollen „aufstrebenden jungen Künstlern aus der Region” genügend Fläche für Bilder- oder Foto-Ausstellungen bieten.

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