Aachen - Verein Geländefahrrad Aachen kämpft um einen Zuschuss

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Verein Geländefahrrad Aachen kämpft um einen Zuschuss

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es ist ein enges Rennen, das sich die Aachener Mountainbiker derzeit liefern. Allerdings tun sie es nicht auf ihren Strecken im Bikepark, der im Sommer im Öcher Bösch eröffnet wurde, sondern im Internet.

Auf Facebook ringt der Verein Geländefahrrad Aachen nämlich noch bis zum 1. Dezember mit einem Mountainbike-Kurs im italienischen Alto Reno und einer Strecke in der Nähe von Bratislava in der Slowakei um einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro für die Vereinskasse – ausgelobt vom Internationalen Mountainbike Verband (IMBA).

Am Freitagnachmittag lagen die Aachener mit mehr als 770 sogenannten „Likes“ noch vor den Italienern mit rund 700 und den Slowaken mit knapp 640.

„Es ist relativ knapp“, bestätigt René Hamacher. Dabei könnte der Vorsitzende der Aachener Geländefahrradfahrer das Geld gut gebrauchen. „Wenn wir gewinnen, würden wir das Geld für den Bau unserer Freeride-Strecke verwenden“, sagt Hamacher. Denn die sei mit rund 17.000 Euro Baukosten die teuerste Strecke, die die Mountainbiker für ihren Bikepark vorgesehen haben. Der ist Ende Juli mit einem Downhillkurs und einem Singletrail eröffnet worden. Inklusive der hölzernen Startrampe, die vom Dreiländerweg aus erreichbar ist, hat der Bau rund 11.000 Euro gekostet. Der Löwenanteil folgt also noch.

„Die hohen Kosten der Freeride-Strecke kommen durch die vielen geplanten Holzhindernisse zustande“, erklärt Hamacher, „also Brücken, Sprünge, Wallrides, und so weiter.“ Zurzeit befinde man sich noch in Verhandlungen mit möglichen Sponsoren, doch die 2000 Euro wären schon mal eine gute Basis, meint der 27-jährige Student, der an der Aachener Fachhochschule Bauingenieurwesen studiert. Also habe man sich nach der Ausschreibung des Wettbewerbs bei der IMBA beworben – so richtig mit Bewerbungsmappe, Unterlagen und Fotos. „Glücklicherweise sind wir unter die letzten Drei gekommen.“ Und nun gilt es, bis zum 1. Dezember auf Facebook so viele „Gefällt mir“-Klicks wie möglich zu sammeln.

Ausgezahlt hat sich der Bikepark für den jungen Aachener Verein allerdings schon jetzt. „Anfang des Jahres hatten wir 150 Mitglieder“, erinnert sich René Hamacher. Als der Bikepark langsam Gestalt annahm, wurden es immer mehr, „weil es bis dahin keine legale Möglichkeit zum Mountainbiken hier in Aachen gab“.

Bei der Eröffnung waren es schon 245 Mitglieder, und aktuell zählt der Verein 420. Und sollte die Freeride-Strecke im nächsten Jahr tatsächlich verwirklicht werden können, werden es wahrscheinlich noch mehr. Schließlich dürfen Vereinsmitglieder die Strecke kostenlos nutzen. Alle anderen müssen im Internet eine Tageskarte für zwölf Euro lösen.

Befahren werden kann die Strecke übrigens das ganze Jahr über, „wenn das Wetter mitspielt“, schränkt Hamacher ein. Doch das spannendste Rennen findet derzeit ohnehin im Internet statt.

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