Aachen - Verdi und NGG streiten gegen Dumpinglöhne

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Verdi und NGG streiten gegen Dumpinglöhne

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Aachen. Vor der Bundestagswahl wollen die Gewerkschaften Verdi und NGG eine Bestandsaufnahme der Einkommenssituation in Aachen machen, wobei es in erster Linie um Dumpinglöhne geht. In Aachen sind nach Gewerkschaftsangaben mehr als 4200 Erwerbstätige trotz ihrer Arbeit auf staatliche Zuschüsse angewiesen.

„Die so genannten Aufstocker können von dem, was sie mit ihrer Arbeit verdienen, nicht leben. Schuld daran sind häufig Niedriglöhne von 5,50 Euro oder weniger”, sagt Peter Mogga. Für den Geschäftsführer der NGG-Region Aachen ist es „ein unhaltbarer Zustand, wenn Menschen trotz Vollzeitarbeit auf Geld aus dem Hartz-IV-Topf angewiesen sind”.

Die NGG will wissen, „wie gut oder wie schlecht Aachener Chefs bezahlen”, angekündigt wird ein bundesweites „Niedriglohn-Barometer”. Gerade Frauen verdienen laut Mogga oft extrem wenig, Friseurinnen, Kellnerinnen oder Verkäuferinnen in Bäckereien arbeiteten häufig im unteren Lohnspektrum.

Verdi und NGG treten für einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde ein. Sie appellieren an die Beschäftigten, Dumpinglöhne zu melden, unter dumpinglohn.de. Betroffene können sich auch direkt an den Verdi-Bezirk Aachen/Düren/Erft (Telefon 0241/ 946760) oder an die NGG-Region Aachen (Telefon 0241/946740) wenden.
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