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„Vegetarischen Tag” wird es in Aachen nicht geben

Von: ast
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Aachen. Mit eher spitzen Fingern hat die Stadt die Anregung entgegengenommen, auch in Aachen einen vegetarischen Wochentag einzuführen. Nach dem Vorbild Bremens und des belgischen Gent, so die Albert-Schweitzer-Stiftung in ihrem Schreiben an OB Marcel Philipp, möge Aachen ebenfalls „zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt” einen alle sieben Tage wiederkehrenden fleischlosen Termin einführen.

Die Reaktion im Rathaus ist jedoch eher zurückhaltend. Dortiger Standpunkt: Das ist wohl eher eine Privatangelegenheit. So ist das jetzt auch der Stiftung mitgeteilt worden. Insgesamt 100 deutsche Städte, von Aachen bis Würzburg, sind von der in München beheimateten „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt” angeschrieben worden zwecks Unterstützung des Projekts vegetarischer Wochentag. Sinnvoll sei eine solche Einrichtung aus gesundheits- wie aus umweltpolitischen Gründen.

Als leuchtendes Beispiel für kommunales Engagement in diesen Dingen gilt Gent in Flandern, wo im vergangenen Jahr der vegetarische Donnerstag eingeführt wurde. Aachen wird da eher nicht folgen. Philipp hat der Stiftung mitgeteilt, dass der Zusammenhang zwischen Fleischproduktion und Klimaerwärmung ein altbekanntes Problem sei, dass es durch die Anstrengungen in Gent und Bremen sicherlich neue Aufmerksamkeit erhalte, dass aber der einzelne Bürger gefordert sei, wenn es darum gehe, zu einem festen Datum dem Fleisch zu entsagen.

Der OB ist überzeugt, dass die Stadt außer gut gemeinten Appellen nicht viel ausrichten kann - es werde in einem Gemeinwesen von der Größe Aachens „so viele Einrichtungen und Menschen geben, die sich nicht beteiligen, dass dieser Tag ein theoretisches Ereignis würde”. Gleichwohl sei Aachen seit Jahren kräftig dabei, die Klimagase zu reduzieren.
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