Vaals/Aachen - Vaals: Arbeiten auf Hauptachse schneller als geplant vollendet

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Vaals: Arbeiten auf Hauptachse schneller als geplant vollendet

Von: Heiner Hautermans
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Vielen Vaals-Besuchern wird ein Stein vom Herzen gefallen sein: Die Arbeiten auf der Maastrichterlaan sind fast beendet, eigentlich war die Fertigstellung erst für den 1. August geplant. Foto: Leah Hautermans
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Das bleibt, wenn 20 Häuser geschreddert werden. Ein Steinbrecher hat in Vaals große Kieshaufen produziert. Im Hintergrund das Gemeindehaus.
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An mehreren Straßen werden (orange eingezeichnete) Gebäude errichtet. Rechts unten das U-förmige Gemeindehaus, oben die Koperstraat.

Vaals/Aachen. Besucher des beliebten Wochenmarktes im niederländischen Nachbarort Vaals werden es am Dienstag erleichtert festgestellt haben: Die Arbeiten auf der Hauptverkehrsachse, der Maastrichterlaan, sind fast beendet – einen Monat früher als vorgesehen.

Vor allem auf den milden Winter ist es wohl zurückzuführen, dass Bagger und Asphaltiermaschinen so zeitig abgezogen werden können, auf dem großen Bauschild an der Grenze ist nämlich noch der 1. August als Fertigstellungstermin vermerkt. Zwar waren am Dienstag noch einmal Verkehrsregler im Einsatz, weil noch letzte Arbeiten wie Fahrbahnmarkierungen ausgeführt werden mussten, doch das ist nur Restgeplänkel im Vergleich zu den Staus im letzten Jahr.

Im April 2013 hatte die Umgestaltung begonnen, die vor allem wegen der völlig überalterten Kanalisation erforderlich war. Die Erneuerung der etwa 1,5 Kilometer langen Schlagader des Grenzortes war in vier Abschnitte eingeteilt worden, für die nur teilweise Umleitungen in Richtung Maastricht eingerichtet werden konnten. Vor allem im Abschnitt zwischen Grenze und Bushof, der durch Baustellenampeln geregelt werden musste, kam es im Sommer und Herbst letzten Jahres zu massiven Behinderungen – Wartezeiten bis zu 45 Minuten strapazierten die Nerven von Grenzgängern, Bewohnern und Touristen. Durch Schleichverkehre waren auch einige Straßen in Vaalserquartier in Mitleidenschaft gezogen.

Bislang scheint das Ziel, durch die „Reconstructie“ den Verkehrsfluss auf der Maastricherlaan zu beschleunigen, erreicht worden zu sein. Zebrastreifen wurden nach der Erneuerung nicht mehr angelegt, um die ständigen Unterbrechungen des Verkehrsflusses zu reduzieren. Stattdessen gibt es jetzt jede Menge Querungshilfen, Fußgänger und Pkw-Fahrer müssen sich verständigen, wer die Fahrbahn wann in Anspruch nehmen darf.

60 neue Wohnungen

Fast abgeschlossen sind auch, rechtzeitig vor den Sommerferien, die Abrissarbeiten auf dem Koningin Julianaplein im Ortskern. Fast 20 Häuser aus den 1960er Jahren sind inzwischen niedergelegt und geschreddert worden. Die zermahlenen Reste, zu großen Haufen aufgetürmt, sollen beim Bau eines neuen Ortskerns verwendet werden, der nach den Ferien beginnen soll. Von vier Architekten werden mehrere Gebäudegruppen errichtet, die unter anderem einen viereckigen Platz, der an das historische Gemeindehaus anschließt, bilden werden. Dort ist im Erdgeschoss auch Platz für Gewerbe und Gastronomie, um mehr Leben in den historischen Kern von Vaals mit seinen knapp 10 000 Einwohnern zu ziehen. Auf Terrassen sollen die Kneipenbesucher den bis Mitte 2016 neu gestalteten Ortskern genießen, am besten nach einem Einkaufsbummel in kleinen Boutiquen oder Geschäften – so ist die Vorstellung der Verantwortlichen und Planer.

Über den Gewerberäumen sollen 60 hochwertige Wohnungen entstehen. Autos werden auf dem neuen Platz dagegen nicht mehr zu finden sein. Sie verschwinden in den Untergrund, in eine Tiefgarage. Auch der Verkehr im Zentrum von Vaals wird dann neu geregelt werden.

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