Aachen - Uniklinikum: Zu jeder Zeit freie Parkplätze

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Uniklinikum: Zu jeder Zeit freie Parkplätze

Von: Heiner Hautermans
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Kreisverkehre spielen im Verkehrskonzept am Uniklinikum eine große Rolle. Dieser leitet den Verkehr zu den Ein- und Ausfahrten der Parkplätze in der Kullenhofstraße. Für alle Verkehrsteilnehmer, Fußgänger, Radfahrer, Busbenutzer und Pkw-Lenker, sei die Situation nun entspannter, sagen die Verantwortlichen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Verantwortlichen halten die neue Verkehrsführung am Universitätsklinikum für eine gelungene Sache und fanden zum Thema im Spiegelsaal des Großkrankenhauses wohlklingende Worte für das fast fertiggestellte Vorhaben.

Kreisverkehre, Umwelttrasse auf der Pauwelsstraße direkt vor dem Eingangsbereich, Verbannung des Individualverkehrs auf die andere Seite, die Kullenhofstraße, Bewirtschaftung der gesamten Fläche inklusive der Erhöhung der Stellplatzzahl auf 2200 – es gab viel zu erzählen.

Im der Praxis hakt es aber noch an einigen Stellen. Etwa auf dem ovalen Kreisel über dem Pariser Ring, wo in der Mitte immer noch keine befriedigende Lösung für Rollstuhlfahrer gefunden wurde, die durch Betonaufbauten behindert werden. Die vorgeschlagene Lösung mit Metallrampen wurde bekanntlich vom Mobilitätsausschuss verworfen. Auf diesem Rondell bewegen sich des häufigeren auch Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung und begeben sich damit in nicht unbeträchtliche Gefahr, erklärte Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM, die bei dem Projekt federführend war: „Da haben wir schon viel erlebt.“ Er sei froh, dass bisher kein Unfall passiert sei.

Auch wer die Kullenhofstraße befährt, die jetzt in beiden Richtungen freigegeben ist, braucht ein gewisses Durchsetzungsvermögen, mitunter kommt der Gegenverkehr auf der eigenen Spur daher. Das liegt auch daran, dass die Markierungen und Schilder dort noch provisorisch sind, die endgültigen werden bis Mitte Dezember aufgetragen oder aufgestellt.

6000 Mitarbeiter hat das Klinikum, 2500 Studenten lernen in dem kolossalen Gebäude, das über 1240 Betten verfügt und 153.000 Patienten im Jahr ambulant versorgt, dazu kommen noch ungezählte Besucher. Sie alle müssen über die verschiedenen Verkehrssysteme und -mittel (Bus, Rad, Auto) nach Melaten gelangen. 3500 tun das täglich mit dem Pkw, rund 6000 mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. Zwölf Linien steuern mit rund 500 Bussen das Klinikum an, berichtete Aseag-Betriebsleiter Hermann Paetz, und sogar der 25 Meter lange „Long Wajong“ kriegt auf dem neu geschaffenen Wendekreis auf der Pauwelsstraße (Umwelttrasse nur noch für Busse, Taxen, Radfahrer, Rettungswagen und Kiss-and-Ride) problemlos die Kurve.

Ein Jahr lang hat man geplant und gebaut, berichtete Dezernentin Gisela Nacken. Der Beginn habe sich etwas verzögert, weil Stadt und Land Grundstücke tauschen mussten, doch nun sei man einen wichtigen Schritt in Richtung des gemeinsam verabschiedeten Mobilitätskonzepts weiter. Die Umbauten auf öffentlichen Verkehrsflächen kosteten insgesamt 960.000 Euro, 640.000 davon flossen aus Fördertöpfen. Die Apag, die die Parkplätze umgestaltete, gab dazu noch einen siebenstelligen Betrag aus, den Geschäftsführer Herbert Sliwinski nicht genauer beziffern wollte.

Sechs Ein- und Ausfahrten haben diese großen Parkplätze, auch die kleineren etwa vor dem Schwesternwohnheim oder dem Kindergarten wurden in einem Rutsch mit Schlagbäumen versehen. Diese Investition sei langfristig angelegt und lohne sich auch noch, wenn auf einem Teil der jetzt neu gestalteten Fläche Erweiterungsbauten für das aus allen Nähten platzende Uniklinikum errichtet würden. Das werde allerdings frühestens in drei Jahren sein, erklärte der kaufmännischer Direktor Peter Asché.

So viele wie vorher

Asché zog eine positive Zwischenbilanz: „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alle Beschäftigten, unsere Patienten und unsere Besucher profitiert haben.“ Zu jeder Zeit gebe es freie Parkplätze, und zum Feinschliff gehört auch das Pflanzen von 160 Bäumen im Frühjahr – dann sind es wieder so viele wie vor Baubeginn.

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