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Unfallgefahr: Vorsicht immer donnerstags von 17 bis 18 Uhr!

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. Die Unfallbilanz der Polizei für die Stadt Aachen ist durchwachsen. Die Zahl der Zusammenstöße ist um zwei Prozent auf 10.648 gestiegen. Dabei ist erfreulicherweise die Zahl der Verletzten um mehr als zehn Prozent (von 1466 auf 1316) zurückgegangen.

Die Zahl der in Aachens Straßenverkehr Getöteten stieg dagegen von sechs auf neun.

Der spektakulärste Fall war sicherlich der Unfalltod eines 37-jährigen Radfahrers Anfang Februar vor dem Elisenbrunnen, der von einem mit Blaulicht und Martinshorn fahrenden Notarztwagen gerammt und weit durch die Luft geschleudert worden war.

Der Mann hatte, wie sich später herausstellte, per Kopfhörer Musik in voller Lautstärke gehört. Außerdem mussten zwei Pkw-Fahrer, der Fahrer eines Kleinkraftrades, zwei Motorradfahrer, zwei Fußgänger und ein Businsasse ihr Leben lassen.

Die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol am Steuer eine Rolle spielte, ist in 2008 von 135 auf 140 gestiegen. Den höchsten Wert mit knapp über drei Promille hatte ein 54-jähriger Autofahrer, der auf ein anderes Auto geprallt war und zuvor die Aufforderung einer Polizeistreife über Außenlautsprecher, er solle anhalten, nicht mitbekommen hatte.

Gezielte und stichprobenartige Kontrollen wurden im letzten Jahr vor allem an den Wochenenden und in der Nähe von Diskotheken vorgenommen. Im Rahmen einer landesweiten Kampagne wird die Aachener Polizei junge Diskothekenbesucher auch in diesem Jahr animieren, nüchtern zu bleiben.

Zufrieden zeigten sich Polizeipräsident Klaus Oelze und Verkehrsdezernent Jörg Pionke, dass durch gezielte Kampagnen die Probleme mit den „Sorgenkindern” aus 2007, junge Erwachsene und Radfahrer, eingedämmt werden konnten.

Um fünf Prozent gestiegen ist dagegen in Aachen die Zahl der Unfälle, in die Kinder verwickelt waren, auf genau 98. Auf dem Weg zur oder von der Schule stieg die Zahl sogar von sieben auf 18. Dabei wurden 14 Kinder leicht und vier schwer verletzt. Die Analysen haben ergeben, dass sich diese Unfälle über das gesamte Stadtgebiet verteilten und es keinen Schwerpunkt gab.

Zudem geschahen die meisten dieser Unfälle nicht in unmittelbarer Umgebung der Schule, sondern auf dem erweiterten Schulweg. Regelmäßige Geschwindigkeitsmessung und Gurtkontrollen in der Umgebung von Schulen und Kindergärten haben ergeben, dass Eltern ihre Kinder vielfach nicht angeschnallt hatten.

Dennoch macht die Tendenz den Ordnungshütern Sorge. Dabei sind die Beamten mit vielen Aktionen an den Schulen präsent gewesen und haben eindringlich auf die Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen, etwa mit „Hell fällt auf” oder „Sicher mit dem Fahrrad unterwegs”. Rein statistisch - so eine interessante Zahl am Rande - krachte es in Stadt und Kreis Aachen am häufigsten donnerstags zwischen 17 und 18 Uhr.
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