Unfallbilanz: Weniger Verletzte und Tote auf den Straßen

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Aachen. Mehr Unfälle, weniger Verletzte und Tote: Das sei eine Bilanz, die in vielen Bereichen besser sei als der Landesdurchschnitt, betont die Polizei. Und so zeigen sich Polizeichef Klaus Oelze und sein Direktionsleiter Verkehr, Polizeirat Bernd Kleefisch, beim Blick auf die Verkehrsunfallstatistik in weiten Teilen angetan.

„Durch unseren forcierten Personaleinsatz bei zahlreichen Verkehrskontrollen und gezielten Kampagnen ist es gelungen, unsere Ziele in vielen Feldern zu erreichen“, bilanziert Oelze. Besonders erfreulich steche dabei der Rückgang bei den Schwerverletzen, den verunglückten Kindern und Fußgängern hervor.

Die Zahlen im Einzelnen: In Aachen stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle um 233 auf 10.793. Dabei konnte ein Rückgang der Verunglückten um insgesamt 58 auf 1244 verzeichnet werden. Ebenso sank die Zahl der Schwerverletzten um 44 auf 98. Auch die Zahl der Leichtverletzten ging um 13 auf 1140 zurück.

Die Strategie der Polizei Aachen „Konzentration auf das Phänomen der Verkehrsunfälle mit schweren Unfallfolgen“ trage, so die Polizei, Früchte. Bei diesem auf zehn Jahre angelegten Behördenziel soll die Zahl dieser Unfälle mit schweren Folgen im Zeitraum von 2004 bis 2014 halbiert werden. Davon seien jetzt in der Städteregion 47 Prozent erreicht

Die Anzahl der Unfalltoten auf Aachens Straßen reduzierte sich, und zwar von sieben auf sechs. Drei Pkw-Fahrer, der Fahrer eines Krades sowie zwei Fußgänger, darunter ein Säugling, starben bei Verkehrsunfällen. Einigen dieser Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang gingen ganz individuelle Fehler voraus.

In Aachen starb beispielsweise ein 72-jähriger Pkw-Fahrer, als er auf dem Pariser Ring bei dem Versuch, einen Reifen an seinem PKW zu wechseln, von einem vorbeifahrenden PKW erfasst und zu Boden geschleudert wurde.

Oelze kündigte die konsequente Fortsetzung von Geschwindigkeitskontrollen gegen Raser an. „Darüber hinaus setzen wir in unseren vielfältigen und erfolgreichen Programmen zur Verhütung von Unfällen auch in 2013 einen weiteren Schwerpunkt“, so der Polizeipräsident.

Ebenfalls rückläufig ist die Anzahl der verunglückten Kinder im Jahr 2012 gewesen, und sie sank um 26 auf 89. Die Zahl der Schulwegunfälle lag mit elf in Höhe der Vorjahrszahlen.

Glücklichweise wurde der überwiegende Teil der Kinder nur leicht verletzt. Bei diesen Schulwegunfällen weist die Unfallanalyse aus, dass sich die meisten Schulkinder regelkonform verhalten haben; Unfallverursacher waren weit überwiegend die motorisierten Verkehrsteilnehmer. „Alleine schon deswegen“, so der Leiter der Direktion Verkehr, Bernd Kleefisch, „wird die Polizei Aachen in 2013 die Kontrollen insbesondere im Bereich der Schulen ausweiten“. Im Rahmen der Verkehrsunfallprävention werden die Verkehrssicherheitsberater und die zuständigen Bezirksbeamten ihre Arbeit in Kindergärten und Schulen weiter intensivieren.

Obwohl im Vergleich zu 2011 die Anzahl der im PKW verunglückten Kinder rückläufig ist wurde bei regelmäßigen Geschwindigkeitsmessungen und Gurtkontrollen vielfach festgestellt, dass Eltern ihre Kinder nicht ordnungsgemäß angeschnallt hatten.

Ein besonderes Augenmerk legt die Polizei auch weiterhin auf die Zielgruppe der Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Mittlerweile nahmen etwa 4000 Schüler aus den Kommunen der Städteregion am Präventionsprogramm „Crash Kurs NRW“ für die 10. Schuljahre teil.

„Unsere gezielten Maßnahmen haben dazu geführt, dass auch die Unfallzahlen bei den letztjährigen Sorgenkindern, den jungen Erwachsenen und Fahrradfahrern gesenkt werden konnten“, sagt Oelze weiter.

Immerhin reduzierte sich Anzahl der verunglückten jungen Fahrer in der Städteregion um 48 auf 431. Um diese Zahl weiter zu senken, wird sowohl das bereits seit 10 Jahren laufende Junge-Fahrer-Programm in den Berufskollegs als auch der „Crash Kurs NRW“ 2013 weiter intensiviert.

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