Brand - Unansehnlich und abgeschlossen: Was wird aus dem Bolzplatz in Brand?

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Unansehnlich und abgeschlossen: Was wird aus dem Bolzplatz in Brand?

Von: mg
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Brand. Der Bolzplatz an der Kleinbahnstraße in Brand ist in einem desolaten Zustand. Und seit fast anderthalb Jahren hat dort auch niemand mehr einen Ball bewegt. Die Bezirksvertretung Brand hatte deshalb bereits im Januar die Schließung der Anlage beschlossen.

Diesen Schritt hat der Kinder- und Jugendausschuss nun zunächst zurückgestellt. Nun soll gemeinsam mit der Bezirksverwaltung und den Nutzern, also Kindern und Jugendlichen aus Brand, geklärt werden, ob man den Bolzplatz nicht doch erhalten will.

„Sehr unansehnlich, das Ding“, kommentierte Peter Tillmanns (CDU), selbst Mitglied der Bezirksvertretung Brand. Da der Platz schon länger nicht mehr genutzt werde und es drumherum „einige Möglichkeiten zum Bolzen“ gebe, habe die Bezirksvertretung sich für eine Aufgabe des Platzes entschlossen.

Bereits seit 1978 betreibt die Stadt Aachen den Bolzplatz auf einem Grundstück, das der Aseag gehört. Der gesamte Platz ist inzwischen stark sanierungsbedürftig. Schon die allernötigsten Reparaturen würden rund 2500 Euro kosten. Betreten können Kinder den Platz nur, wenn sie sich vorher in der Nachbarschaft den Schlüssel geholt haben. Denn nach Beschwerden von Anwohnern über den Lärm wurde der Bolzplatz bereits vor Jahren abgeschlossen. Seit November 2011 hat überhaupt niemand mehr den Platz genutzt. Laut Verwaltung weichen die Kinder lieber auf die neue Spielweise am Freunder Heideweg aus. Hinweise auf den „Schlüsseldienst“ sind aber am Bolzplatz mittlerweile auch nicht mehr vorhanden.

Das Jugendamt verweist allerdings auf die rund 2800 Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 25 Jahren, die im „Lebensraum Brand“ wohnen und somit als Nutzer des Bolzplatzes infrage kommen. In der Umgebung der Kleinbahnstraße gebees zwar etliche Möglichkeiten zum Ballspiel, allerdings müssten die jungen Leute hierfür in der Regel die stark befahrene Trierer Straße oder die Freunde Landstraße überqueren. Die Spielweise am Freunder Heideweg, betont die Verwaltung, sei außerdem „einem Bolzplatz nicht gleichzustellen“ und auch nicht für Ballspiele ausgewiesen und hergerichtet.

Der vorhandene Bolzplatz an der Kleinbahnstraße genießt Bestandsschutz. Ist die Anlage einmal weg, kann dort auch später kein Spielgelände mehr angelegt werden. Deshalb empfiehlt die Verwaltung, vor der Schließung noch einmal mit den Anwohnern und vor allem mit den jungen Leuten im Viertel zu sprechen. Nun soll ein Runder Tisch die Weichen stellen für die Zukunft des Bolzplatzes.

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