Aachen - Umweltschädliche Altlasten am Kaiserplatz entdeckt

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Umweltschädliche Altlasten am Kaiserplatz entdeckt

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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Bauleiter Petr Sikl an der Stelle, auf der man auf den kontaminierten Boden gestoßen ist. Sie ist auf der Riesenbaustelle gesondert abgesperrt. Foto: Ralf Roeger
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Wie groß das Baugelände ist, zeigt sich , wenn man es einmal umrundet, hier ein Blick von der Harscampstraße her. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Funde sind auf der Riesenbaustelle der Kaiserplatz-Galerie, jetzt umgetauft zu Aquis Plaza, schon jede Menge gemacht worden. Schließlich handelt es sich bei dem Areal um ehemaliges Stiftsgelände, die Propsteikirche St. Adalbert wurde 1005 geweiht. Vor einigen Tagen stießen die Bauarbeiter und Bagger auf eine Hinterlassenschaft, auf die sie gerne verzichtet hätten.

Einen Brunnen mit einem Durchmesser von 1,20 Meter, der im 18. Jahrhundert zur Wasserversorgung angelegt worden war, irgendwann im 20. Jahrhundert aber zum Ölauffangbecken einer kleinen Tankstelle hinter dem damaligen Gloria-Kino umfunktioniert worden war. Das angrenzende Erdreich ist mit gesundheitsgefährdenden Substanzen belastet. Bauleiter Petr Sikl: „Es handelt sich um ein Öl-Wasser-Sandgemisch.“ Das fragliche Areal ist inzwischen auf der 17.000 großen Baustelle gesondert eingezäunt worden. Wer es betritt, muss sich in einem Container umziehen.

Ab Donnerstag soll der verunreinigte Boden von einer Spezialfirma abgetragen werden, um einer zukünftigen Belastung des Grundwassers vorzubeugen. Baustellenchef Sikl schätzt die Menge des kontaminierten Materials auf 250 Kubikmeter, die Mitarbeiter würden besondere Schutzanzüge und Masken mit Gebläse tragen, der Baggerführer werde in einer druckdichten Kabine sitzen, um Gefahren vor Ort auszuschließen..

Bei alldem handele es sich aber um eine Vorsichtsmaßnahme: „Es ist nicht so, dass Gefahr im Verzug ist. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr.“ Außerhalb des Brunnenbereichs seien keine weiteren Kontaminationen festgestellt worden. Die Maßnahme sei mit den verantwortlichen Behörden abgestimmt und werde auch durch diese begleitet. Der termingerechte Ablauf der Baumaßnahme werde durch die Arbeiten nicht gefährdet, die Arbeiten lägen im Plan.

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