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Umgestaltung im Rehmviertel ist abgeschlossen

Von: Carsten Rose
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Hellblauer Hartgummiuntergrund: Die Spiellandschaft am Oberplatz ist nun offiziell eröffnet worden. Gleich zum Auftakt war gut was los. Foto: Harald Krömer
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Im Frühjahr erwartet die Bewohner am Wenzelplatz eine echte Kirschbaumidylle. 18 Bäume umringen den neugestalteten Platz.

Aachen. Die Chancen, dass viele Kinder im Rehmviertel Donnerstagabend ohne Murren und Knurren schnell eingeschlafen sind, stehen sicher gut: Der Spiel-, Sport- und Aufenthaltsplatz am Oberplatz wurde am Nachmittag offiziell eröffnet. Und die Kinder durften sich nach Herzenslust austoben.

Die Jüngsten im Viertel wussten größtenteils schon vorher, wie ihr neuer Freizeitbereich aussehen wird, denn sie hatten mit ihren Eltern bei der Planung Gestaltungsfreiheit.

Zwischen Steinkaul- und Scheibenstraße zieren nun zwei Flächen mit hellblauem Hartgummiuntergrund den Oberplatz. Zum einen für einen breiträumig gestalteten Spielplatz, zum anderen für ein Minispielfeld mit Fußballfeld und Basketballkörben.

Dieser Bereich ist für Kinder bis 14 Jahre vorgesehen – der Grund dahinter steht stellvertretend für die Konzeption aller drei (Spiel-)Plätze im Rehmviertel. Jüngere Kinder aus dem Rehmviertel sollen sich unmittelbar vor der Haustüre auf dem „eigenen“ Platz austoben können und nicht mehr außer Sichtweite der Eltern unter anderem auf dem Bolzplatz der Tale_SDHpstraße.

„Wir sind bei der Planung auf die Nutzungsansprüche der Bürgerschaft eingegangen“, fasste Barbara Willecke vom Planungsbüro „planung.freiraum“ die Entwicklungsphase der drei Plätze im Rehmviertel zusammen. Neben dem Oberplatz, der zudem mit drei Fitnessgeräten ausgestattet ist, wurde auch der Wenzelplatz neugestaltet. Auf dem Rehmplatz laufen derweil die Arbeiten noch bis zum Frühjahr des nächsten Jahres.

Der Bürgerbeteiligungsprozess unter der Überschrift „Draußen zuhause“ war für die Verantwortlichen der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Umgestaltung im Stadtteil Aachen Nord.

Es habe bewusst keine große Versammlung gegeben, erklärte Willecke. Das Planungsbüro hat eine „aufsuchende Beteiligung“ vorgezogen, um so gezielt die Meinungen einer größeren Bandbreite der Anwohnerschaft zu erreichen – mehr als 200 Anwohner haben intensiv und kreativ an der Planung mitgearbeitet.

„Wir haben die Bewohner in Kleingruppen angesprochen“, sagte Willecke, „und so nicht nur eine einfache Abstimmung, sondern wirklich Inhalte von Seiten der Bürger bekommen“.

Die Leitfragen waren ebenso simpel wie elementar: Wo kann man was machen? Und was brauchen die Bürger überhaupt? Alle drei Plätze im Rehmviertel wurden auf diese Weise gleichberechtigt behandelt und nach den jeweiligen Nutzungsansprüchen umgestaltet.

Auf dem Wenzelplatz zwischen Rudolf- und Wenzelstraße wurde der alte Kletterhügel aus Pflastersteinen und Findlingen umgestaltet. Er wurde komplett abgetragen und zu einem Sandspielbereich umfunktioniert. Die Wasserpumpe bleibt erhalten und stellt weiterhin eine Attraktion dar. Im Frühling dürften die 18 Zierkirschbäume absoluter Blickfang sein, wenn sie in voller Blüte stehen.

Mit der Neugestaltung der Rehmplätze ist auch ein eigenes Symbol verbunden: ein Auge. Im Rahmen der Kampagne „All eyes on“ sollten „alle Augen“ auf den Stadtteil Aachen-Nord gerichtet werden. An den Bauzäunen, die am Montag nach und nach entfernt wurden, war das „neue Qualitätssiegel“ des Rehmviertels, aufgesprüht auf vielen kleinen Platten, gut zu erkennen.

Zum Abschluss der Eröffnung durften alle Kinder selber „ihr“ neues Logo auf Platten sprühen – und danach wieder ausgiebig spielen.

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