Aachen - Umgebauter Stadtbetrieb soll Aachen aufblühen lassen

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Umgebauter Stadtbetrieb soll Aachen aufblühen lassen

Von: Gerald Eimer
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Mehr Grün in die Stadt: Diese
Mehr Grün in die Stadt: Dieses Ziel verfolgt die Verwaltung mit einer Umorganisation des Stadtbetriebs, der auch für die Pflege des Elisengartens zuständig ist. Foto: Harald Krömer

Aachen. Eine „blühende” Stadt mit besser gepflegtem Grün erhofft sich die Verwaltungsspitze von einer Neuorganisation des Aachener Stadtbetriebs.

Insbesondere sollen die bisherigen drei Aufgabenbereiche „Grün- und Freiflächenpflege”, „Friedhöfe” und „Stadtgärtnerei” zur neuen Abteilung „Garten- und Landschaftspflege” zusammengefasst werden. Die politischen Beratungen beginnen in der nächsten Woche. Schwere Bedenken äußert bereits Marc Topp, Personalratsvorsitzender des Stadtbetriebs, der weitere Mittelkürzungen und Personalabbau befürchtet.

Denn als Zielsetzung hat die Verwaltungsspitze in einer Vorlage für die Politiker neben der „Steigerung der sichtbaren Qualität der Grünpflege” und „transparenten Kostenstrukturen” auch die „Reduktion der Personalkosten” vorgegeben. Unter anderem ist von einer „deutlichen sozialverträglichen Straffung des Personalkörpers” die Rede.

Es ist insbesondere dieser Ansatz, der Topp zu denken gibt. Er ist bislang nach eigenen Angaben nur grob vom zuständigen Personaldezernenten Lothar Barth informiert worden, Details kenne er noch nicht. Dennoch befürchtet er, dass ein in den zurückliegenden Jahren eingeleiteter Trend „zum Leidwesen von Grün” fortgesetzt werden soll: „Das ist jetzt die x-te Reorganisation bei immer weiterer Reduzierung von Geldern”, sagt er. „Wenn wir es grüner und schöner in der Stadt haben wollen, dann müssen wir auch das nötige Geld in die Hände nehmen.”

Derweil plant die Stadtspitze die Einstellung eines Landschaftsarchitekten, der die Leitung über insgesamt etwa zwölf Bezirkskolonnen übernimmt, die sich das Stadtgebiet aufteilen und weitgehend eigenverantwortlich für die Pflege der Grünflächen samt Spielplätzen und Sportanlagen zuständig sein sollen. Baumschnitt und Pflege des Straßenbegleitgrüns obliegt ihnen ebenfalls. Leitmotivisch soll ihre Arbeit durch den Satz „Aachen soll blühen” geprägt werden, wünscht sich die Verwaltungsspitze. Konkrete Zahlen zum Personaleinsatz werden in der Vorlage noch nicht genannt.

Insbesondere in dem für das Erscheinungsbild der Stadt besonders wichtigen Bereich Aachen-Mitte gebe es nach Einschätzung der Führungsspitze um OB Marcel Philipp erhebliche Mängel in der Grünpflege. In den Stadtbezirken sei hingegen die „Zufriedenheit gegeben”. Daher soll das System der „Regiekolonnen” aus den Bezirken nun auf das gesamte Stadtgebiet übertragen werden.

„Die können reorganisieren wie sie wollen”, wirft Topp den Ideengebern vor. Nutzen würde dies wenig, „solange sie nicht die Menschen haben, die die Arbeit machen”. Insbesondere die Grünen würden häufig die Stadt Münster als gutes Vorbild für Aachen darstellen, sagt Topp. Doch Münster stelle knapp zwei Prozent der städtischen Ausgaben für die Grün- und Freiflächenpflege zur Verfügung, Aachen gerade mal 0,8 Prozent, so Topp.

Beratung beginnt am 3. Mai

Er wartet nun nicht nur gespannt auf weitere Informationen, sondern auch auf die Äußerungen aus der Politik, die sich erstmals am Donnerstag, 3. Mai, im Ausschuss für den Stadtbetrieb mit der geplanten Umorganisation befassen wird. Mit neuen Abläufen müssen sich auch die Abteilungen „Personal und Finanzen” sowie „Technik- und Fuhrparkmanagement” auseinandersetzen. Unberührt bleiben die Abteilungen „Abfallwirtschaft” und „Straßenunterhaltung und Brückenbau”.

Die geplanten Änderungen sollen zum Jahresende mit Ausscheiden des jetzigen Betriebsleiters Franz Narloch umgesetzt werden. Eine Doppelspitze soll ihn ablösen und künftig für die kaufmännische und die operative Leitung zuständig sein.
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