Aachen - Umfrage: Eltern fühlen Eltern auf den Zahn

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Umfrage: Eltern fühlen Eltern auf den Zahn

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Stadtschulpflegschaft will es ganz genau wissen: Mit einer groß angelegten Fragebogenaktion versucht die Vertretung aller Eltern von Schulkindern in Aachen zu erfahren, wo Mütter und Väter der Schuh drückt, was sie sich wünschen und was sie kritisieren.

Ab kommenden Montag sollen die Fragebögen unters Volk gebracht werden, die Aktion läuft bis zum 30. September.

Ziel der Initiative ist ein möglichst echtes und umfassendes Meinungs- und Stimmungsbild der Aachener Schulkinder-Eltern, erläutert Marcus Lube, Mitglied der Sprechergruppe der Stadtschulpflegschaft. Je mehr Mütter und Väter mitmachen, desto genauer werde das Ergebnis. Deshalb hoffen Lube und seine Mitstreiter auf riesige Resonanz an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen.

Geplant ist dieser Eltern-Fragebogen schon seit Monaten. „Die Gesamtschuldiskussion hat uns aber deutlich gemacht, dass eine solche Umfrage unbedingt nötig ist”, sagt Lube. In der aktuellen Debatte werde „über die Köpfe, Interessen und Zukunft von Betroffenen hinweg entscheiden”.

Die Ergebnisse der Fragebogenaktion könnten diese Auseinandersetzung versachlichen, hofft man. Die Stadtschulpflegschaft wünscht sich aber auch zu anderen Schulthemen Hinweise, „wie wir die Interessen der Eltern in der Breite vertreten können”.

Der Fragebogen, den die Eltern nach Angaben der Autoren in zehn bis 15 Minuten abarbeiten können, besteht aus einem allgemeinen Teil und einem Zusatzteil für die einzelnen Schulformen. Im allgemeinen Teil fragt die Stadtschulpflegschaft zum Beispiel, welche Art von Schule die Eltern sich wünschen oder wofür Bildungsausgaben vorrangig investiert werden sollten. Eltern sollen aber auch vorschlagen, wie den „großen Disziplin-Problemen” an den Schulen beizukommen wäre oder welche Werte eine Schule vermitteln sollen.

Bezogen auf einzelne Schulformen will die Stadtschulpflegschaft zum Beispiel von Grundschuleltern wissen, welche Kriterien bei der Schulwahl wichtig sind oder ob sie die bindende Empfehlung für die weiterführende Schule richtig finden. Eltern von Gymnasiasten werden zum Beispiel gefragt, was sie von der verkürzten Gymnasialzeit (G8) halten.

Im Oktober sollen die ausgefüllten Fragebögen professionell ausgewertet werden, die Ergebnisse sollen dann breit veröffentlicht werden. „Wir wollen damit Diskussionen anregen”, sagt Lube.

Thema Gesamtschule

Die Debatte um eine vierte Gesamtschule hat übrigens auch in der Stadtschulpflegschaft zu einigen Verwerfungen geführt. Mehrheitsmeinung im Gremium ist laut Lube: „Wir sind nicht gegen eine vierte Gesamtschule, aber wir sind ganz klar für den Erhalt der spezifischen Bildungsleistung der drei Schulen im Ostviertel.”

Der Fragebogen der Stadtschulpflegschaft ist bereits der zweite in wenigen Monaten. Die Stadt hatte sich im Frühjahr an die Eltern aller Grundschüler gewandt. Die Resultate sollten eigentlich Mai vorlegen. Da die Auswertung aber noch vertieft werden soll, sind Ergebnisse nach Auskunft des städtischen Presseamts erst nach der Sommerpause zu erwarten.
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