Aachen - Umbau soll dem Lufo mehr Gäste bringen

Umbau soll dem Lufo mehr Gäste bringen

Von: Martina Feldhaus
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Außen unscheinbar, innen Leerstand: Der Kulturbetrieb will, dass damit am Ludwig-Forum endlich Schluss ist. Ein neuer Eingang soll her, 300.000 Euro sind für den Umbau veranschlagt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Für Allergiker sind Pollen vornehmlich nervig. Für die Kunst im Ludwig-Forum können sie regelrecht gefährlich werden. (Blüten-)Staub, Abgase, Hitze – das alles strömt bislang ziemlich ungehindert in die Ausstellungsräume.

„Es gibt am Eingang keinen Windfang. Das bringt schwerwiegende konservatorische Probleme mit sich, vor allem auch weil die Kunstwerke immer wertvoller werden“, erklärt Lufo-Direktorin Brigitte Franzen. Doch Pollen und Staub sind längst nicht das einzige, was Franzen stört. Und was es für sie ebenso wie für den Kulturbetrieb zwingend notwendig macht, endlich eine neue Eingangssituation an der Jülicher Straße zu schaffen. Am Montag erläuterten die Lufo-Chefin, Kulturdezernent Wolfgang Rombey, Kulturbetriebs-Leiter Olaf Müller und Irit Tirtey, kaufmännische Leiterin, der Presse noch mal ausführlich, warum sie in Sachen Eingangs-Umbau nicht länger warten können.

Auslöser waren kritische Stimmen gewesen, die laut geworden waren, nachdem die Kosten für besagten Umbau in einer Vorlage des Kulturausschusses im Februar öffentlich geworden waren. 300.000 Euro waren veranschlagt worden. Mit Blick auf knappe städtische Kassen und verbesserungswürdige Einnahmen des Lufos kam es zum Aufschrei. Kurzerhand strich die Verwaltung den Punkt von der Tagesordnung des Ausschusses.

Jetzt steht er wieder drauf. Und das Konzept hat sich eigentlich nicht verändert. Wie berichtet, soll der neue Eingang ins ehemaligen Parapluie-Restaurant – seit Januar 2012 stehen die Räume leer – verlegt werden. Dort soll auf 200 Quadratmetern ein modernes Entree entstehen, das Kasse, Museumsshop sowie Snack- und Kaffeebar vereint und durch das jeder Besucher auf dem Weg in das und aus dem Museum heraus geleitet wird.

Kulturbetrieb und Lufo-Leitung versprechen sich von dieser Aufwertung sehr viel, weit mehr als nur eine Lösung des Staubproblems. Franzen: „Oberstes Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern.“ Durch einen attraktiveren Eingang – auch die Toreinfahrt soll schöner werden – verspricht sie sich mehr Besucher, eine längere Verweildauer und zusätzliche Einnahmen. Obendrein könnten die Besucher besser den Weg in die oberen Stockwerke finden, was bislang schwierig war.

Montag betonten die Beteiligten erneut den Stellenwert des Ludwig-Forums in der internationalen Kunstszene. Rombey: „Es ist unser Auftrag, diese wichtige Sammlung zu bewahren, zu pflegen und in Ausstellungen damit zu arbeiten. Dafür ist eine professionelle Infrastruktur, wie sie fast in allen Museen dieser Größenordnung üblich ist, dringend notwendig.“ Ähnliche Diskussionen wegen des Geldes habe es etwa beim Suermondt-Ludwig-Museum, wo der Eingang für eine ähnliche Summe umgebaut worden sei, nicht gegeben. Und Franzen gibt zu bedenken: „Wir sind nicht unerfolgreich. In den letzten fünf Jahren habe ich drei Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben.“ Durch Vermietung der neuen Räumlichkeiten für private Feiern soll ebenfalls Geld in die Kassen fließen.

Möglichst schnell soll das Ganze jetzt umgesetzt werden. Am 16. Mai wird das Thema im Kulturausschuss behandelt. Bei positivem Votum erstellen die Architekten von „feld72“ und „Höhler+Partner“ den Entwurf. Der Umbau soll im laufenden Museumsbetrieb stattfinden. Ende des Jahres, so die Hoffnung, kann das neue Entree dann präsentiert werden.

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