Aachen - Überflutung ist Kornelimünster erspart geblieben

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Überflutung ist Kornelimünster erspart geblieben

Von: Werner Breuer
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An der Kante: Bei einem Pegelstand von 2,20 Metern hätte die Stromversorgung im historischen Ortskern von Kornelimünster abgeschaltet werden müssen. Doch die Inde blieb einige Zentimeter darunter. Dennoch liefen einige Keller voll und mussten ausgepumpt werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wir haben viel Glück gehabt.” Am Tag nach dem Hochwasser der Inde ist Rita Claßen, die Bezirksamtsleiterin von Kornelimünster/Walheim, erleichtert. Die befürchtete Überflutung des historischen Ortskerns von Kornelmünster ist ausgeblieben, der Strom musste nicht abgeschaltet werden.

Die am Donnerstag vom Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Aachen verfügte Sperrung des Korneliusmarkte konnte am Freitagmorgen schon wieder aufgehoben werden. Der Pegel der Inde lag um diese Zeit schon wieder bei etwa einem Meter. Am Tag zuvor hatte es noch düster ausgesehen. Das kleine Flüsschen war rapide angeschwollen bis zu einem Pegelstand von 1,95 Metern. Die Feuerwehr musste Keller auspumpen und mit Sandsäcken Barrieren gegen das herandrängende Wasser errichten.

Das kam dann aber nicht mehr über die Marke von 2,20 Metern. Ab dann wäre der Ortskern überflutet worden und die Stromversorgung hätte abgeschaltet werden müssen. Doch dieses Szenario, das zuletzt im Jahr 2007 Wirklichkeit geworden war, blieb Kornelimünster diesmal erspart.

Dabei war man gerüstet: „Das Technische Hilfswerk stand bereit, um in diesem Fall eine Notstromversorgung sicherzustellen”, so Claßen. Sie ist froh, dass die Zusammenarbeit sämtlicher Einsatzkräfte und Behörden beim Hochwasser „so gut geklappt” hat.

Gesättigte Böden

Dass die Inde so schnell so voll wurde, kann am Regen alleine kaum gelegen haben. „Das waren elf Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden”, sagt Wetterbeoachter Jürgen Laufer von der Wetterwarte auf dem Wingertsberg. Eine riesige Masse sei das nicht unbedingt, aber sie fiel auf schon gesättigte Böden, die kein Tröpchen Wasser mehr aufnehmen konnten. Schließlich habe das Erdreich die ganze Schneeschmelze noch nicht recht verdaut. Zwar ist laut Laufer mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, „doch es wird weniger”. Nach seiner Ansicht kann man jetzt „positiv nach vorne schauen”. Jedenfalls „kommt vom Himmel nicht mehr viel nach”.

Und was aus Stauseen kommt, lässt die Bezirksamtsleiterin relativ kalt. „Von Talsperrenöffnungen sind wir nicht betroffen”, sagt Rita Claßen. Das Wasser, das die Dreilägerbachtalsperre am Donnerstag ablassen musste, rauschte über die Vicht nach Stolberg. Für Kornelimünster sei eher die Lage im Hohen Venn interessant. Die Feuerwehr habe mit den dort zuständigen Stellen aber ständig in Kontakt gestanden, so Bezirksamtsleiterin Claßen.

Nachdem der Pegel nun gesunken ist, geht man in Kornelimünster daran, die Folgen des Hochwassers zu begutachten. „Wir müssen dabei auch nach dem Eifelsteig sehen”, sagt die Bezirksamtsleiterin, der war an einigen Stellen überflutet.”
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