Überfall endet glimpflich, die Verfolgung erfolgreich

Von: Holger Richter
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Tankstelle
Ein bewaffneter Überfall auf eine Tankstelle am Europaplatz ist in der Nacht zum Freitag noch einmal glimpflich ausgegangen. Foto: H. Krömer

Aachen/Düren. Dieses Mal ist es gutgegangen. Trotzdem schüttelt Sandra Schmitz mit dem Kopf. „Wir raten immer dazu, niemals den Helden zu spielen“, sagt die Aachener Polizeisprecherin, „denn das hätte auch anders ausgehen können.“ Sandra Schmitz spricht von dem Überfall auf die Esso-Tankstelle am Europaplatz.

Dort war in der Nacht zu Freitag gegen 2.40 Uhr ein 36-jähriger maskierter Mann hineingestürmt und hatte den Tankstellenangestellten mit einer Schusswaffe bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert. Doch der Angestellte weigerte sich. Selbst dann noch, als der Täter zur Warnung in die Zigarettenauslage des Tankstellenladens schoss. Davon offenbar beeindruckt, flüchtete der Räuber ohne seine Beute.

„Geld kann man ersetzen, die Gesundheit oder sogar das leben nicht“, sagt Sandra Schmitz und spricht dabei aus Erfahrung. Denn im Juni 2008 war dieselbe Tankstelle schon einmal überfallen worden. Damals wurde der Tankstellenangestellte durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt. Seitdem ist er auf einen Rollstuhl angewiesen.

Soweit ist es in der Nacht zu Freitag gottlob nicht gekommen. Doch für die Polizei fing der Einsatz mit der Flucht des 36-Jährigen erst los. Denn die Aachener Beamten hefteten sich sofort mit mehreren Streifenwagen an die Fersen des Flüchtenden. „Zunächst flüchtete der Mann in einem roten VW mit auswärtigem Kennzeichen über die A544 und A4 in Richtung Köln bis zur Anschlussstelle Kerpen-Buir“, berichtet Sandra Schmitz. Dort habe er die Autobahn verlassen, um in Gegenrichtung wieder aufzufahren. „Bis Düren, dort hat er abermals die Autobahn verlassen und ist ins Stadtgebiet Düren gefahren.“

Verfolgt wurde er dabei von mehreren Dutzend Beamten der Aachener und Dürener Polizei sowie der Autobahnpolizei Köln. In Düren half den Beamten dann ein bisschen der Zufall, denn Täter fuhr in eine Sackgasse und musste zu Fuß weiter. „Ausgekannt hat er sich dort sicher nicht“, kommentiert Schmitz die Situation, die dann rund eine Stunde nach dem Überfall am Europaplatz mit der vorläufigen Festnahmen des Mannes aus Bonn endete.

Die Tatwaffe – eine Softairpistole – hatte er nach Mitteilung der Polizei noch bei sich, sie wurde sichergestellt. Der Tatverdächtige sollte noch im Laufe des Freitags einem Haftrichter vorgeführt werden.

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