Über Weihnachten schließen die Geschäfte für dreieinhalb Tage

Von: Andreas Gabbert
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Aachen. Je näher das Weihnachtsfest rückt, desto mehr drängt sich bisweilen der Eindruck auf, die Bevölkerung bereite sich auf eine längere Belagerung vor.

In der letzten Woche vor dem großen Fest ist der Andrang in den Geschäften oft besonders hoch, dann reihen sich die Kunden an den Kassen wieder mit ihren prall gefüllten Einkaufswagen. In diesem Jahr könnte der Ansturm noch etwas stärker ausfallen, denn erstmals seit der Einführung der neuen Ladenöffnungszeiten muss der Handel über Weihnachten dreieinhalb Tage pausieren.

Der Heiligabend fällt auf einen Donnerstag, dann schließen die Geschäfte um 14 Uhr. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist geschlossen, und am zweiten Feiertag dürfen fünf Stunden lang Blumen, Zeitschriften und Backwaren verkauft werden. Am darauf folgenden Tag dürfen Geschäfte nur in den Städten öffnen, die einen verkaufsoffenen Sonntag beantragt haben. Aachen gehört nicht dazu.

Während Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes NRW von einem „Novum” und einer logistischen Herausforderung spricht, sieht Manfred Piana, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren-Köln, der Situation entspannter entgegen.

„Mit Hamsterkäufen ist in Zeiten von Kühlschränken und Kühltruhen nicht zu rechnen”, sagt Piana. Es decke sich zwar jeder für das Fest ein, Engpässe seien aber nicht zu erwarten. Der Handel würde die Öffnungszeiten anpassen, um den Kunden genügend Zeit für ihre Einkäufe zu geben. „Wir haben jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt und stellen uns entsprechend ein”, betont Piana.

Wolfgang Flachs, Obermeister der Fleischer-Innung Aachen-Stadt, gibt einen Einblick in seine Vorbereitungen: Die Kunden würden gebeten, ihre Bestellungen vorzeitig aufzugeben, damit alles in nächtelanger Arbeit vorbereitet werden könne. „Das geht nicht nebenher, dafür nehmen wir uns extra Zeit”, erklärt Flachs.

In den Niederlanden haben an dem betreffenden Sonntag viele Geschäfte geöffnet. „Wir rechnen mit zahlreichen Kunden aus Deutschland”, sagt Janne Baetsen, Tourismusbüro Maastricht. Auch das ist für Piana nicht ungewöhnlich.

Sicherlich würde der ein oder andere in die Niederlande fahren, es sei aber normal, dass die Kunden die unterschiedlichen Öffnungszeiten in den verschiedenen Ländern zu nutzen wissen.

Am Sonntag dürften wohl auch wieder viele Belgier und Niederländer den Weg nach Aachen finden - dann ist hier verkaufsoffener Sonntag.
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