Aachen - Über Augustinus zurück in die Normalität

Über Augustinus zurück in die Normalität

Von: Astrid Meisen
Letzte Aktualisierung:
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Gute Nachbarschaft: Birgit Nievelstein, Marion Loos, Eberhard Büchel (vorne, von links), Jürgen Amberg, Elfriede Kirchner und Ursula Kothe (hinten, von links). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Wir sind im Jahr 2003 mit unserer Einrichtung nach Walheim gezogen und wurden unglaublich nett aufgenommen”, sagt Jürgen Amberg, Wohnbereichsdirektor der Alexianer-Krankenhaus Aachen GmbH.

Das Wohnheim „Haus Augustinus” zur Eingliederung von Menschen mit psychischer Behinderung sei in Walheim integriert, die 24 Bewohner ein Teil der Gemeinde geworden.

Seit dem Jahr 2003 versucht die Wohneinrichtung, die von „Aktion Mensch” unterstützt wird, Menschen mit psychischer Behinderung, die vorher teilweise in „unnormalen Wohnsituationen” wie zum Beispiel in Krankenhäusern gelebt haben, eine Eingliederung in das gesellschaftliche Leben zu ermöglichen.

„Viele Projekte sollen den Bewohnern Lebensqualität und auch Normalität zurückgeben”, erklärt die Leiterin von Haus Augustinus, Birgit Nievelstein.

Wertvolles Ehrenamt

Diese Projekte werden nicht nur für die Bewohner, sondern auch von ihnen selbst angeboten. So gibt es zum Beispiel den „grünen Bereich”. Hierbei säubern sie regelmäßig den Spazierweg entlang der ehemaligen Vennbahntrasse oder auch den Marktplatz. Im Keller des Wohnheimes gibt es außerdem ein „Waschcafé”, in dem die Bewohner der Gemeinde einen Wasch- und Bügeldienst anbieten.

Ebenso wird wiederum für die Bewohner monatlich im Pfarrheim ein Caf angeboten. Hier können die Bewohner des Heims mit Ehrenamtlern wie Elfriede Kirchner und Ursula Kothe von der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) zusammen Kaffee trinken, Spiele spielen oder auch singen. Zu diesen Nachmittagen sind natürlich auch die Mitglieder der Gemeinde eingeladen.

„Das Ehrenamt ist ein unschätzbarer Wert”, betont Jürgen Amberg. Aachen wurde in vier Sozialräume unterteilt. Im „Sozialraum Süd”, zu dem Walheim gehört, arbeiten rund zehn ehrenamtliche Helfer.

„Man kann etwas für andere tun und pflegt einen Kontakt. Das gefällt mir besonders”, sagt Elfriede Kirchner. „Ich denke auch, dass es die moralische Verpflichtung ist, anderen etwas abzugeben, wenn es einem selbst gut geht. Und es macht einfach Spaß”, ergänzt Ursula Kothe.
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