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Typisierungsaktion: Benjamin Auer beißt die Zähne zusammen

Von: Victoria Borchers und Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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In gegnerischen Strafräumen fühlt er sich wesentlich wohler: Benjamin Auer lässt sich gemeinsam mit seinem Teamkollegen Thomas Stehle für die Knochenmarkspenderdatei von Mannschaftsarzt Dr. Alexander Mauckner (links) typsisieren. Unter anderem für Oliver Drews (2. von links) soll damit eine passende Stammzelle gefunden werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht liegt Benjamin Auer auf der Liege in der Umkleidekabine der Alemannia am Tivoli, die Nadel im Arm. „Das müssen wir nochmal trainieren”, sagt er mit vorwurfsvollem Blick zu seinem Mannschaftsarzt Dr. Alexander Mauckner, der ihm gerade fünf Milliliter Blut abnimmt.

Doch allen Scherzen zum Trotz hat die Aktion einen ernsten Hintergrund. Denn Auer lässt sich gemeinsam mit Mannschaftskollege Thomas Stehle als potenzieller Knochemarkspender typisieren. Damit möchten die beiden Alemannia-Profis auf die große Typisierungsaktion der der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Samstag im Gymnasium St. Leonhard zugunsten von Oliver Drews und Carola Zelt hinweisen. Die beiden sind an Leukämie erkrankt und suchen dringend einen passenden Stammzellenspender (wir berichteten).

Angst vor Nadeln überwinden

Und dafür überwindet Benjamin Auer auch gerne seine Angst vor Nadeln und Spritzen. „Das war ja nicht dramatisch”, sagt er nach dem Pieks. Für so eine Aktion müsse man dann auch schonmal die Zähne zusammenbeißen.

Von Auers Mut sichtlich beeindruckt zeigte sich Oliver Drews. „Von der Unterstützung bin ich total überrascht”, sagt der an Leukämie erkrankte Aachener. Für Samstag hofft er natürlich, dass möglichst viele Auers und Stehles Beispiel folgen und vielleicht sogar der passende Stammzellenspender für ihn, für Carola Zelt oder auch für andere Betroffene dabei ist.

Die Typisierungsaktion initiiert haben Lydia Handwerker, eine Freundin Olivers, und Eric Zelt, der Sohn von Carola Zelt. „Dass die Aktion solche Ausmaße annimmt, damit habe ich nicht gerechnet”, sagt Lydia Handwerker. Sie selbst habe die Typisierung lange Zeit vor sich hin geschoben und sei erst durch die Erkrankung von Oliver aufgerüttelt worden. Zunächst habe sie sich selbst typisieren lassen, dann ihre Freunde und nun hofft sie, dass am Samstag möglichst viele ins Gymnasium St. Leonhard kommen.

Im Gegensatz zu Eric Zelt und Lydia Handwerker ist Thomas Stehle in seiner Umgebung bislang nicht mit einem Leukämiefall konfrontiert worden. „Das muss aber auch nicht sein, um zu helfen.” Die Krankheit und die Situation, in der die Betroffenen stecken seien schlimm genug. „Da ist es doch selbstverständlich, dass ich helfe.”

5588 Aachener sind bei der DKMS regisitriert

Die Typisierungsaktion, die auch von der Aktion „Menschen helfen Menschen” unserer Zeitung unterstützt wird, findet am Samstag, 19. Februar, von 10 bis 17 Uhr im Gymnasium St. leonhard, Jesuitenstraße, statt.

Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren kann sich typisieren lassen. In Aachen haben das bislang 5588 Personen getan, von denen 64 bereits Knochenmark gespendet haben.

Die Alemannia unterstützt zum zweiten mal eine DKMS-Typisierungsaktion. 2006 hatte sich der damalige Kapitän Alexander Klitzpera typisieren lassen.

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