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Tumulte im Rathaus vor dem Sinfoniekonzert

Von: akai
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Musik und Kunst im Dienst der
Musik und Kunst im Dienst der guten Sache: Anna Kusen, Geschäftsfuehrerin von Accordate, Hans-Werner Huppertz (musikalischer Leiter von Accordate, und Grafiker Klaus Endrikat (v.l.) hoffen auf viele Spenden für die Nele und Hanns Bittmann-Hilfsfonds. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es war das erste Konzert im Krönungssaal, bei dem „Accordate” (Kammermusik in Aachen e.V.) als Organisator mit im Boot saß. Und ausgerechnet bei dem diesjährigen Konzert des Köln-Wuppertal-Aachener Hochschulorchesters kam es am frühen Sonntagabend zu unschönen, fast schon chaotischen Momenten.

Einigen hundert Leuten, die im Foyer und vor den Türen des Rathauses auf Einlass warteten, wurde der - freie - Eintritt verwehrt: Grund: Alle Plätze waren schon frühzeitig belegt.

Das Konzert unter Mitwirkung des neuen Generalmusikdirektors Kazem Abdullah begann deshalb auch mit einer viertelstündigen Verspätung. Zahlreiche Jugendliche hatten es sich sogar auf dem Boden des Krönungssaals bequem gemacht, andere nahmen auch gerne die letzten Stehplätze in Kauf.

Professor Hans-Werner Huppertz, künstlerische Leiter von „Accordate”, gestand bei seiner kurzen Einführungsrede, dass die Organisation überdacht werden müsse, denn das, was da unten passiere, wolle man hier oben eigentlich gar nicht sehen und hören.

Tatsächlich war die Empörung derjenigen, die nicht eingelassen wurden, riesengroß. Aber auch diejenigen, die über „Accordate” auf eine Reservierungsliste gesetzt worden waren und sich ihren Weg zum Krönungssaal bahnen wollten, waren entsetzt. „Wir wären fast zerquetscht worden”, klagte beispielsweise eine Mutter, die schließlich mit ihrer Tochter den Klängen im Krönungssaal doch noch lauschen konnte.

„Sehr geärgert”

„Ich denke, dass die Kritik von den Abgewiesenen unangebracht ist. Die hat uns sehr getroffen und geärgert”, sagt Anna Kusen, „Accordate”-Geschäftsführerin. Dass „Accordate” als Mitveranstalter (neben der Musikschule Aachen) und Kostenträger reservierte Plätze für seine Abonnenten zur Verfügung stelle, sei doch, so Kusen, nachvollziehbar und auch eine Selbstverständlichkeit.

Gegen 16 Uhr habe es schon einen enormen Andrang vor dem Rathaus gegeben. „Gegen 16.45 Uhr waren alle freien, nicht reservierten Plätze, gefüllt und gegen 17.10 Uhr war dann der komplette Krönungssaal belegt. Und wenn der voll ist, geht halt nichts mehr”, sagt Kusen.

Wie es nun weitergeht mit den Sinfoniekonzerten im Krönungssaal, ist offen. Kruse: „Wir machen uns jetzt viele Gedanken, sind aber noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen.”
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