Aachen - Tropische Verhältnisse im Schülercafé sollen bald vorbei sein

Tropische Verhältnisse im Schülercafé sollen bald vorbei sein

Von: mg
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Die Lüftungsanlage im Schülercafé macht schon lange Probleme. Nach Pfingsten sollen die notwendigen Arbeiten erledigt werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Kommt jetzt endlich der Klimawandel fürs Schülercafé? Seit langem schon macht die Lüftungsanlage des Jugendtreffs im Aachen-Fenster am Büchel Probleme. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen.

Der Auftrag für die notwendigen Arbeiten sei erteilt, teilte Axel Costard vom städtischen Presseamt auf Anfrage mit. „Eine Firma wird die Mängel beheben, die Arbeiten sollen in der Woche nach Pfingsten beginnen und etwa eine Woche später beendet sein.“ Reparaturen seien unter anderem an den Steuerungsteilen für die Kälteerzeugung und den Brandschutzklappen nötig.

Morgens 30 Grad

Nach Abschluss der Arbeiten dürfte es dann hoffentlich vorbei sein mit den oft subtropischen Temperaturen im Schüler-Café. „Morgens war es in den Räumen häufig an die 30 Grad heiß, selbst wenn es draußen frisch war“, berichtet Carsten Brehm, pädagogischer Leiter des Philipp-Neri-Hauses, zu dem auch das Schülercafé gehört. „Wenn die Arbeiten erledigt sind, erhoffen wir uns klimatische Bedingungen, die für die Arbeit mit Jugendlichen und auch für die Vermietung der Räumlichkeiten zuträglich sind“, so Brehm.

Von den anstehenden Reparaturen hängt aber noch mehr ab als vernünftig gesteuerte Raumtemperaturen. Eine ordentliche Lüftungssteuerung ist auch Voraussetzung für eine Nutzungsänderung, auf die man im Schülercafé schon lange wartet.

Als „Ausstellungsraum“ darf das Schülercafé laut Brehm bisher nicht mehr als 99 Personen aufnehmen. Werden bei Veranstaltungen mehr Gäste erwartet – wie jüngst beim sehr gut besuchten „Youth Dance“ mit rund 170 zahlenden Gästen – dann muss für jede Veranstaltung stets eine Sondergenehmigung beantragt werden. Das kostet jedes Mal deutlich über 100 Euro.

Durch die angestrebte Nutzungsänderung würde Aachener einziger Jugendtreff in der Innenstadt offiziell zur „Versammlungsstätte“, erklärt Brehm: „Dann dürfen 199 Personen rein.“ Und damit ließe sich gut arbeiten.

Die Situation im Schülercafé war in der Vergangenheit mehrmals Thema im Kinder- und Jugendausschuss. Bereits im November 2010 stellten die Politiker auch 45.000 Euro für notwendige Baumaßnahmen und neue Möblierung zur Verfügung.

Stadt hat nur Nutzungsrecht

Dass die Arbeiten an der Lüftungsanlage immer noch nicht erledigt sind, hat vor allem mit den Besitzverhältnissen des Baus auf dem Gelände des früheren Kaiserbads zu tun. Die Stadt ist nicht Eigentümerin des Gebäudes, sie hat lediglich das Nutzungsrecht für einen Teil des Hauses erworben. Im vergangenen Jahr ging das Aachen-Fenster in den Besitz eine Berliner Immobilien-Gesellschaft über.

Die Stadt könne, was notwendige Arbeiten angehe, lediglich versuchen, Druck zu machen, sagt Axel Costard. „Aber wir sind zuversichtlich, dass wir jetzt auf einem guten Weg sind.“

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