Aachen - Trierer Straße: Ersparnis wurde zum Fehlbetrag

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Trierer Straße: Ersparnis wurde zum Fehlbetrag

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
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Umbau Trierer Straße: Er wird eine Million Euro billiger als erwartet. Da dieses Spargeld anderweitig gleich zweimal verplant wurde, muss man schnell eine neue Million Richtung Brand schieben. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die gute Nachricht: Der Umbau der Trierer Straße in Brand wird eine satte Million Euro billiger als geplant. Die schlechte Nachricht: Durch einen Abstimmungsfehler in der Verwaltung wurde diese hübsche Summe gleich zweimal „abgesetzt” - was zur Folge hatte, dass aus der schönen Ersparnis ein blöder Fehlbetrag wurde.

Die Stadt beteuerte aber am Freitag, die Panne sei ohne weiteres „heilbar”, im Großen und Ganzen handele es sich um ein buchungstechnisches Problem.

„Da ist was schief gelaufen”, kommentierte Kämmerin Annekathrin Grehling den Vorgang, der den Finanzausschuss in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause beschäftigen wird. Das Spargeld von der Trierer Straße sollte in den Boxgraben fließen: Den dortigen zweiten Bauabschnitt, so die clevere Idee, könnte man zeitlich vorziehen, da sich dieses Stück Alleenring in einem beklagenswerten Zustand befinde.

In einer Vorlage für die Politiker heißt es: „Bei der Suche nach Deckungsvorschlägen für die dazu benötigten Mittel wurde der Einsparungsbetrag aus der Trierer Straße leider erneut angesetzt, da im Zuge der Umstellung der Haushaltsführung nicht erkannt wurde, dass diese Mittel bereits anderweitig verplant worden waren.” Die quasi doppelt vergebene Million muss jetzt irgendwie wieder herbeigeschafft werden, am besten im Rahmen einer „überplanmäßigen Auszahlung”. Betont wird, dass am Ende weder Trierer Straße noch Boxgraben unter dem Schnitzer leiden werden.

„Tausend Kleinigkeiten”

Fakt bleibt auf jeden Fall, dass die Riesenbaustelle in Brand nicht die veranschlagten 8,1 Millionen, sondern nur sieben Millionen Euro kosten wird. Dazu beigetragen hätten „tausend Kleinigkeiten”, so Karl-Heinz Ophey, bei der Stadt Sachgebietsleiter für Straßenbau. Immerhin seien die ersten Kostenschätzungen und Hochrechnungen fünf, sechs Jahre alt, seither habe sich einiges getan.

Insbesondere gab es eine Konjunkturkrise, die wohl dafür gesorgt hat, dass die Angebote der Baufirmen günstiger ausfielen als erwartet. Ophey: „Wir sind einfach gut weggekommen mit der Trierer Straße.”
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