Trierer Straße: Ausstattung soll 86000 Euro kosten

Von: Peter Langohr
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Aachen. Die Arbeiten im dritten Abschnitt des Um- und Ausbaus der Trierer Straße sind bereits weit fortgeschritten, und daher wird es Zeit, sich Gedanken um die „Möblierungselemente” zu machen. Gemeint ist damit all das, was zu einer Straße gehört und nicht dem Tiefbau zugeordnet werden kann, also etwa Lampen, Bänke, Bäume, Abfalleimer, Fahrradbügel und dergleichen mehr.

Andrea Springer-Ranft vom städtischen Fachbereich für Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen hat jetzt in die Brander Bezirksvertretung die geplanten Möblierungselemente vorgestellt. Die finden sich in einem „Gestaltungshandbuch”, das die Stadtverwaltung derzeit quer durch alle Fachbereiche erstellt. Dahinter steht der Gedanke, für die ganze Stadt eine einheitliche Basis zu schaffen, was die Geschlossenheit der architektonischen Gestaltung aber auch die Finanzierbarkeit angeht.

Für die Beleuchtung werden demnach zwölf Meter hohe Leuchten des Typs „Iridium” beschafft, die denen entsprechen, die bereits im ersten und zweiten Bauabschnitt verwendet worden sind. Als besondere beleuchtungstechnische Akzente sollen Denkmäler wie etwa die Bronzeplastik vor der Sparkasse oder der Meilenstein auf der Trierer Straße, aber auch die Bäume durch Bodenstrahler von unten angestrahlt werden. Für die Baumpflanzungen wurden Ulmen ausgesucht, weil die dem Straßenbild, wenn sie ausgewachsen sind, „einen guten Halt geben”.

Poller wird es natürlich auch geben, jedoch erinnert der ausgewählte schlichte Zylinder nur noch durch seinen Farbton „anthrazit-glimmer” an den leicht barocken Aachen-Poller alten Typs. Bei den Sitzgelegenheiten sollen Bänke ohne Rückenlehnen den Vorzug erhalten, weil sie vielfältiger zu nutzen sind und man davon ausgeht, dass angesichts der Gestaltung der oberen Trierer Straße als „Einkaufsmeile” die Bänke eher zum kurzen Durchschnaufen als zum gemütlichen Verweilen genutzt werden.

Komplettiert wird die Möblierung durch Abfallbehälter, Baumschutzvorrichtungen und Fahrradbügel. Für die Möblierung sind 86000 Euro ohne die Baumpflanzungen eingeplant. Das scheint viel zu sein, aber angesichts der zentralen Lage in Brand und des Wunsches, eine entsprechende Aufenthaltsqualität zu schaffen, ist der Betrag nach Ansicht der Verwaltung angemessen.

Die Bezirkspolitiker zeigten sich angetan von den Vorschlägen, mahnten jedoch an, die Bezirksvertretung bei der endgültigen Planung der Verteilung der „Möblierungselemente” zu beteiligen. Zudem regte die CDU an, Abfallbehälter zu installieren, bei denen es auch die Möglichkeit gebe, Zigarettenkippen auszudrücken und zu entsorgen. Und die SPD vermisst die Rückenlehnen bei den Bänken - „wir werden schließlich alle älter”.
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