„Torreich”: Ex-Prinz freut sich über den Pott

Von: Thomas Fuchs
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Halbzeitspiel am Tivoli: Jens
Halbzeitspiel am Tivoli: Jens Aretz (3.v.l.) nimmt für das Siegerteam „Projeck11” den Pokal in Empfang. Klaus Pastor („Nachrichten”, l.) und Herrmann Josef Krahwinkel (Bitburger Braugruppe, r.) gratulieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. In der aktuellen Saison des Fußballzweitligisten Alemannia Aachen ist einiges anders als in den vergangenen Jahren. Die Stürmer schießen keine Tore, die Schwarz-Gelben sind im Tabellenkeller der Liga und auch in der Halbzeit wird nicht mehr auf Trefferjagd gegangen: „Torreich”, das Halbzeitspiel der „Nachrichten” und „Bitburger” ist Geschichte.

Zehn Jahre lang diente das Torwandschießen als Pausenunterhaltung.

Als letzter Gewinner wurde in der Halbzeit der Partie der Alemannia gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth das Team „Projeck11” als Gesamtsieger der Saison 2010/11 gekürt. Im April erzielte Jens Aretz, der Prinz von Richterich, der bei der Rhenania in der zweiten Mannschaft kickt, 15 Punkte an der überdimensionalen Torwand vor der gutgefüllten Bitburger-Tribüne. Es war seinerzeit das Duell des Aachener Karnevalsprinzen mit seinem Hofstaat gegen die Prinzengarde Richterich.

Am letzten Spieltag mussten Jens und seine Kollegen noch einmal zittern, als Raymond Rompen mit den „Wilden Kerlen” aus Würselen alles riskierte. Nach einer Minute Spielzeit reichte es dann doch nur für neun Punkte und „Projeck11” durfte endgültig jubeln.

Am Sonntag präsentierten Michael und sein Hofstaat der vergangenen Session den Fans den riesigen Pott. Herrmann Josef Krahwinkel von der Bitburger Braugruppe und Klaus Pastor von den „Nachrichten” gehörten zu den ersten Gratulanten. Bei einem gesponserten Grillfest wurde der Erfolg bereits groß gefeiert.

Fast 300 Hobbymannschaften haben in den vergangenen Jahren die Fans, erst vor dem Würselener Wall und später vor der Bitburger Tribüne am neuen Tivoli, unterhalten. Die einen sorgten für Standing Ovations und über andere konnte man herzhaft schmunzeln. Alle hatten die Qual der Wahl zwischen den eher leicht zu treffenden Löchern unten auf der Torwand und den schwerer zu treffenden oben.

Mit den verrücktesten Namen sind die Teams angetreten. Da kämpften „Blindgänger” gegen „Montagskicker”, „Fußballgötter” gegen „Bierbudenkings” oder aber auch „Kampfschweine” gegen „Tischtennishörnchen”.

Das Halbzeitspiel „Torreich” forderte natürlich auch diverse Kegelclubs, Handball-, Box- und Tischtennisvereine heraus. Manchmal zeigten auch die Mädels dem vermeintlich „stärkeren” Geschlecht, wie frau den Ball ins Runde trifft.

Gleich zweimal konnte Alfred Hannes aus Schlich den Gesamtsieg einfahren. Erst siegte der Dürener mit seinen Jugendtrainern und später triumphierte er nochmals mit den „Alten Herren”. Seine 21 Punkte sind und bleiben auch der Rekord bei dem nunmehr einstigen Halbzeitspiel auf dem Tivoli.
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