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Tivoli: Schutzkonzept erfreut nicht alle Anwohner

Von: ast
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Tivoli
Schön wird er, der neue Tivoli. Damit es für die Anwohner nicht zu allzu vielen Belästigungen durch das neue Stadion kommt, sollen Anliegerstraßen in der Umgebung an Spieltagen abgepollert werden, was nicht unumstritten ist. Foto: AN

Aachen. Nach Bekanntwerden des geplanten „Anwohnerschutzkonzepts” für die Nachbarn des Tivoli gingen bei der Stadt diverse Beschwerden ein - von Anliegern, denen man eigentlich Gutes tun will.

Wie berichtet, soll während der Alemannia-Heimspiele der nervende Parksuchverkehr aus den Wohnvierteln herausgehalten werden, per Sperrung der meisten Zufahrten und eingehender Kontrolle an den (drei) Durchlässen.

Die Anwohner sollen auch in Zukunft jederzeit ein- und ausfahren können, Lieferanten und (Wochenend-)Gäste allerdings nicht mehr - höchstens noch per zu beantragender Ausnahmegenehmigung.

Das scheint nicht allen Bewohnern zu behagen, „aber”, so Stadtpressesprecher Hans Poth, „eine andere Lösung gibt es nicht”. Außerdem gehe er davon aus, dass die Ordnungskräfte an den Schleusen mit Fingerspitzengefühl vorgingen und die ganz überwiegende Mehrzahl der Bewohner das Konzept begrüße.

Die Stadt musste im Zuge des Tivoli-Neubaus mehrere tausend neue Parkplätze nachweisen (was auch gelungen ist), erwartet aber dennoch, dass die Wohnviertel weiter belagert werden - „viele Fans wollen mit ihrem Auto so nah wie möglich ans Stadion ran und so wenig wie möglich zu Fuß gehen” (Poth). Andere Städte hätten gute Erfahrungen mit identischen Lösungen gemacht.

Derweil wurden aus benachbarten Straßen Forderungen laut, ebenfalls ins Schutzprogramm aufgenommen zu werden, so aus der Rolandstraße und aus dem Soerser Weg.

Dazu Poth: „Irgendwo müssen wir eine Grenze ziehen. Wenn sich herausstellt, dass sie zu eng ist, kann man immer noch nachbessern.”
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