Aachen - Tivoli-Lauf: Ein unvergessliches Erlebnis

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Tivoli-Lauf: Ein unvergessliches Erlebnis

Von: Nele Pasch
Letzte Aktualisierung:
Philipp Nawrocki ging schon mi
Philipp Nawrocki ging schon mit der Stadtnummer 1 in das reizvolle Rennen durch die Soers. Am Ende hatte der Vorjahressieger und deutsche Mannschaftsmarathonmeister wieder die Nase Foto: Ralf Roeger

Aachen. Michael Leers hat die Uhr genau im Blick. Langsam wird er ernst: 15 Sekunden sind es noch, 14, 13, ab zehn Sekunden wird gemeinsam auf null heruntergezählt. Und schließlich fällt der Startschuss zum zweiten Aachen-Münchener Tivoli-Lauf. Um Punkt 10.30 Uhr setzen sich Hunderte von Läufern in Bewegung.

Ganz vorne mit der Startnummer 1 mit dabei: Philipp Nawrocki. Der Vorjahressieger und deutsche Mannschaftsmarathonmeister scheint allerdings wenig aufgeregt zu sein. Ziemlich entspannt läuft er los, mustert noch kurz seine Rivalen und gewinnt schließlich immer mehr an Tempo.

Mit strengem Auge

Veranstalter Michael Leers teilt diese Gemütsverfassung dagegen weniger. Seit Samstagmorgen, 8 Uhr, ist er vor Ort und wacht mit einem strengen Auge über alles Organisatorische. Schließlich gilt es, 1500 Läufern ein unvergessliches Sporterlebnis zu bescheren. Und das in unterschiedlichen Distanzen: Neben dem Halbmarathon, den man allein oder in Dreier-Teams bewältigen kann, bieten die Alemannen auch Läufe über 5000, 2000 und 350 Meter an. Letzterer ist für die ganz jungen Sportskanonen gedacht. Der jüngste Teilnehmer ist zwei Jahre alt. Die Alemannia scheint zu wissen, wie sie ihren Nachwuchs motivieren kann.

Bei solch einem vielfältigen Angebot fällt es kaum auf, dass die Profis der Schwarz-Gelben nicht mit von der Partie sind. „Während die Aachener laufen, sind die Fußballer alle im Urlaub”, stellt Leers fest. Zumindest fast alle: Pressesprecher Thorsten Pracht ist als einziger daheim geblieben und läuft tapfer in der Staffel mit.

Insgesamt haben sich 100 Teams für den Staffellauf angemeldet. Eins davon ist Familie Esch. Der Vater, die Tochter und der Sohn laufen, die Mutter steht am Rand und feuert ihre Liebsten an. Tochter Christina und Sohn Lorenz stellen im Einvernehmen fest, dass der Tivoli-Lauf ein Ereignis ist, um den Teamgeist der Familie zu verbessern. Schließlich ist sie extra aus Hannover angereist, er aus Ilmenau (Thüringen). Christina übernimmt die erste und somit die längste der drei Runden. Als sie die 8.5 Kilometer bestritten hat und Lorenz in die zweite Runde (7.3 km) startet, ist sie zwar ausgepowert, aber schwer begeistert. „Die Runde um den alten Tivoli herum, durch den neuen über das Reitstadion bis hin zum Blauen Stein in der Soers und wieder zurück, das war echt schön.” Mit der Musik im Hintergrund und dem perfekten Lauf-Wetter scheint das Familienerlebnis ein voller Erfolg zu sein. Bleibt nur zu hoffen, dass Lorenz seinen Vater in dem etwas unübersichtlichen Wechselbereich noch problemlos in die dritte Runde (5.3 km) schicken wird.

Alles in allem kann Veranstalter Michael Leers also zufrieden sein. Die Laufstrecke, die er ausgewählt hat, kommt bei den Athleten gut an. Er muss es wissen, schließlich ist es seine Hausstrecke, die nach dem Lauf wohl kein Geheimtipp mehr sein wird.

Sieger Halbmarathon: Philipp Nawrocki (wieder) mit (1:11:26), von Aachener TG

Siegerin Halbmarathon: Steffi Jansen (1:24:17), von Aachener Engel.

Sieger Staffellauf:

Männer: Team Lauftreff aus Baesweiler (1:23:16)

Frauen: Team Komet Steckenborn Nr. 2 (1:47:52)

Mix: Team DJK J.S. Herzogenrath (1:21:02)

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