Aachen - Thermografieaktion: Kamera entdeckt die Schwachstellen

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Thermografieaktion: Kamera entdeckt die Schwachstellen

Von: Maximilian Schepp
Letzte Aktualisierung:
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Hübsch sehen sie aus, die Wärmebilder von Menschen und Häusern. Doch gerade bei den Aufnahmen von Wohnungen liefern sie auch wertvolle Informationen über Energiesparmöglichkeiten. Die Verbraucherzentrale bietet derzeit eine entsprechende Aktion an. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Unter dem Motto „So haben Sie sich und Ihr Haus noch nie gesehen“ wurden interessierte Bürger jetzt mit einer Wärmebildkamera aufgenommen, anschließend konnten sie sich über die derzeitige Thermografieaktion und Energieberatung für ihr Eigenheim informieren.

Die Wärmebilder vom eigenen Körper zeigten schnell, wo die wärmsten Stellen beim Menschen sind und welche Stellen beispielsweise durch Kleidung besser isoliert sind.

So ähnlich funktioniert auch der Einsatz der Wärmebildkamera an Häusern. „Zuerst erfolgt die Anmeldung bei uns, denn nicht jedes Haus kann thermografiert werden“, erklärt Susanne Krol, Betreuerin der Thermografie-Aktion. „Dann meldet sich der Thermograf und vereinbart einen Termin mit dem Verbraucher. Der Termin muss in der Nacht liegen, bei unter 10 Grad und keinen Niederschlägen.“ Dann werden die Wohnhäuser von außen auf Wärmeverluste untersucht und per Thermografie-Aufnahmen festgehalten.

„Energetische Schwachstellen durch undichte Fenster und Türen, Heizkörpernischen, ungedämmte Rolladenkästen oder Wärmebrücken können meist gut auf den Thermografie-Aufnahmen erkannt werden“, erklärt Maria Feldhaus, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Aachen.

Anschließend gehen die geschossenen Bilder an den Energieberater, der dann einen Termin mit dem Auftraggeber vereinbart, Beratungsgespräche führt und eine Hausbegehung vornimmt. Dazu gehören dann auch Sanierungsvorschläge und ein Überschlagen der Kosten. „Dabei ist auch der Umwelt-Faktor nicht zu missachten“, sagt Susanne Krol. „Selbst kann man bis zu 1000 Euro jährlich durch eine bessere Isolierung sparen und gleichzeitig noch die Umwelt schonen.“

Kostenlos in Aachen-Nord

Eine Besonderheit stellt das Städtebau Fördergebiet Aachen-Nord dar: dort kann eine Thermografie inklusive Beratung kostenlos erfolgen. „Wir wollen die Bürger dort verstärkt für eine bessere Wärmeisolierung sensibilisieren“, erklärt Maria Feldhaus. Das Angebot geht noch bis Ende März.

„Für 190 Euro erhält der Kunde die Wärmebilder und eine Beratung mit Sanierungsvorschlägen.“ Doch das Kontingent ist begrenzt: Etwa 70 Thermografien bietet die Verbraucherzentrale an. Die werden vermutlich wieder schnell in Anspruch genommen werden, wenn die Thermografie-Aktion so erfolgreich verläuft wie vergangenes Jahr.

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