Thema Gesamtschule: Viele kritische Fragen an den Stadtrat

Von: mg
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Aachen. Die Proteste gehen weiter, und sie sollen übernächste Woche ihren (vorläufigen) Höhepunkt erreichen.

Im Schulausschuss am Dienstag, 5. Mai, und in der Ratssitzung am Mittwoch, 6. Mai, wollen Schüler, Eltern und Lehrer der Hauptschule Aretzstraße, der Hugo-Junkers-Realschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ihrem Unmut erneut Luft machen und gegen die zu erwartende Schließung der drei Schulen im Ostviertel protestieren.

Im Schulausschuss wird der Antrag von CDU, SPD und Grünen auf Errichtung einer vierten Gesamtschule diskutiert. Einen Tag später soll der Rat den Beschluss fassen.

Schulleiter und Lehrerräte der drei betroffenen Schulen haben am Donnerstag gemeinsam das weitere Vorgehen abgesprochen. „Wir wollen an einem Strang ziehen zum Erhalt aller drei Schulen”, fasste Klaus Becker, Schulleiter am Geschwister-Scholl-Gymnasium, das Ergebnis zusammen. „Wir wollen Flagge zeigen für den Erhalt kleiner, funktionsfähiger Systeme im Ostviertel”, erklärt Manfred Paul von der GHS Aretzstraße.

Im Schulausschuss wie im Rat wollen Eltern, Schüler und Lehrer die Einwohnerfragestunde nutzen, um kritische Fragen zu stellen zum Projekt Gesamtschule und zu den Folgen für die drei Schulen.

Fest steht auch: Irgendeine Art von - wahrscheinlich stiller - Demonstration soll es im Vorfeld der Ratsentscheidung ebenfalls geben. Über das Wann und das Wie wird in den nächsten Tagen an den Schulen beraten.

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium hat die Unsicherheit um die Zukunft der Schule schon konkrete Folgen. Zwei Familien hätten die Anmeldung ihres Kindes für das kommende Schuljahr wieder zurückgezogen, bedauert Klaus Becker.

Kämpferisch ist die Stimmung auch an der Hugo-Junkers-Realschule. „Wir wollen weiter unsere Eigenständigkeit betonen”, gibt Schulleiter Herbert Strohmayer die Devise aus. An Kooperationen der drei Schulen fürs Ostviertel wollen man gerne weiter mitarbeiten. Strohmayer bleibt überzeugt: „Wir können mit unseren kleinen Systemen gut auf unsere Schüler eingehen.” Erfreut registriert Strohmayer in diesem Tagen, dass die Verbundenheit vieler Eltern mit der Schule ungebrochen ist. „Glücklicherweise gehen weiterhin Anmeldungen für das künftige fünfte Schuljahr ein.”
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