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Theaterschule Aachen: Kisten auspacken und gleich losspielen

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Neues Outfit: Diana Margolina, Ingeborg Meyer, Elfi Hansch- und Florian Wugk wollen aus dem ehemaligen Bürgerzentrum St. Fronleichnam an der Schleswigstraße mit ihrer Theaterschule ein Kulturzentrum machen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Seit sechs Wochen befindet sich die Theaterschule Aachen in ihren neuen Räumen an der Schleswigstraße 15. Noch sind nicht alle Kisten ausgepackt, aber seit vergangener Woche ist Leben in der Bude.

Das Schuljahr hat begonnen und startet direkt mit einigen weiteren personellen und strukturellen Neuerungen, welche die Schul- und künstlerische Leiterin der Theaterschule Aachen, Ingeborg Meyer, jetzt erklärte.

Neuer Verwaltungsleiter der ehemals an der Theaterstraße ansässigen privaten Schule ist Dennis Voiculescu. Hardy Kleidt und Diana Margolina sind ab sofort für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die Vollzeitausbildung wurde zum Schuljahresbeginn von vier auf drei Jahre verkürzt – bei gleichen Inhalten und Stundenzahlen. Elf Schüler des ersten Semesters arbeiten deshalb derzeit mit älteren Schülern aus dem dritten Semester zusammen. Die Absolventen früher auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu entlassen, ist der Wunsch dahinter.

Kunstausstellungen geplant

Noch kann man sich kurzfristig für die Ausbildung anmelden. Hochkarätige Dozenten wie Elfie Hansch und eine große Erfolgsquote bestätigen den Erfolg: 80 Prozent der Absolventen gehen nahtlos in ein Engagement über.

„Unsere Theaterschule im ehemaligen Bürgerzentrum St. Fronleichnam soll nicht nur Ausbildungszentrum, sondern auch ein Kulturzentrum sein“, betont Meyer. Ein entsprechendes Schild ist in Vorbereitung. Vermieter sind das Bistum und die Stadt Aachen. Eine Tagesvermietung zum Beispiel für Karnevalsveranstaltungen ist auch weiterhin möglich, sofern es mit dem Stundenplan vereinbar ist. Im Keller ist ein Performance-Theater angedacht. Alle sechs Wochen sind themenbezogene Kunstausstellungen lokaler Kreativer geplant.

Der Spielplan hält einige Leckerbissen bereit. Ab 5. September, 20 Uhr, wird „Fast Faust“ gespielt, ab 6. September, 16 Uhr, „Amphitryon“. „Die Laune der Verliebten“ und „Liebe und Geld“ sind weitere Stücke auf dem Herbstprogramm. Der Eintritt kostet jeweils sieben Euro (fünf Euro ermäßigt).

Schnupperkurse

Regiestudent Florian Wugk aus dem siebten Semester arbeitet derzeit mit sechs Kollegen an der Inszenierung von „Nathan der Weise“. „Das Stück enthält viele aktuelle Bezüge in Bezug auf die drei Weltreligionen“, erklärt der 22-Jährige. In zwei Monaten will er das Werk zur Aufführung bringen.

Das Ausbildungs-, Workshop- und Kursprogramm eröffnet von Schnupperkursen über den Jugendclub bis hin zu Gesang und Tanz für Erwachsene vielfältige Möglichkeiten. Ab 7. September starten neue Kurse für Schauspiel in Gebärdensprache und „Sprache spielend lernen“ für Menschen mit Migrationshintergrund.

Demnächst möchte Ingeborg Meyer auch einen Inklusionskurs anbieten, bei dem in Zusammenarbeit mit Studierenden der RWTH und der Lebenshilfe Aachen Menschen mit Behinderung Theater spielen.

Die öffentliche Wiedereröffnung und Feier zum 15-jährigen Bestehen der Theaterschule ist am 24. Oktober. Nach einem Festakt mit Gästen aus Kultur und Politik gibt es einen Tag der offenen Tür mit vielen Darbietungen der Schüler.

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