Aachen - Theaterfestival „Bina Mira“: Jugendliche machen Friedens-Theater

Theaterfestival „Bina Mira“: Jugendliche machen Friedens-Theater

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„1914-2014– Hurra“: Im aktuellen Stück schlägt das Rohestheater den Bogen vom Ersten Weltkrieg ins Heute. Es ist der Aachener Beitrag zum Friedenstheaterfestival „Bina Mira“. Foto: Wilfried Schumacher

Aachen. Das Friedenstheaterprojekt „Bina Mira“, das von dem Aachener Rohestheater und mehreren Jugendtheatern aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Grevenbroich zum sechsten Mal organisiert wird, startet am kommenden Sonntag, 21. September, mit einer Theaterperformance gegen 14.30 Uhr am Elisenbrunnen im Rahmen des September Specials.

Dort warten die Jugendlichen, die ab Sonntag bis Samstag, 26. September, in Aachen gemeinsam Theater machen, auf die Läufer des Friedenslaufes „Flame for Peace“.

Tausende Freiwillige sind mit der Fackel in den vergangenen Wochen von Sarajewo bis nach Aachen gelaufen, um ein Zeichen für Frieden in Europa zu setzen. Die Läufer kommen gegen 15 Uhr am Elisenbrunnen an, dort gibt es die Abschlussveranstaltung. Auf der Bühne sprechen OB Marcel Philipp, der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und prominente Läufer wie Joey Kelly und Günter Wallraff. Musik gibt‘s von Zoster, einer Band, die in den Songtexten die Botschaft von Toleranz und Frieden verbreitet.

Das Jugendtheaterfestival Bina Mira wird am Abend ab 19.30 Uhr in der Kammer des Stadttheaters mit dem Antikriegsstück „als wär‘s ein Stück von mir...“ offiziell eröffnet. Es ist eine Eigenproduktion der Theatergruppe „Pocomania“ aus Grevenbroich. An Bina Mira nehmen 110 Jugendliche teil, die Stücke aus Bosnien-Herzegowina und Serbien werden entweder nonverbal gespielt oder mit deutschen Untertiteln versehen.

Bina Mira entstand aus Kontakten, die während des Balkankriegs Anfang der 1990er Jahre zwischen Aachen und Tuzla (Bosnien-Herzegowina) entstanden sind. Das Ziel des 2007 gegründeten Projekts: Jugendliche der verschiedenen Ethnien auf dem Balkan mit jungen Menschen aus EU-Ländern zusammenzuführen, um in direkter Begegnung Vorurteile abzubauen und das Konzept eines friedlichen Zusammenlebens in Europa zu stärken. 2010 fand das Festival zuletzt in Aachen statt.

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