Aachen - Theater Aachen stellt Neuerungen für Menschen mit Handicap vor

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Theater Aachen stellt Neuerungen für Menschen mit Handicap vor

Von: Martina Stöhr
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Hans-Willi (links) und Britta Beckers testeten den neuen Rollstuhlplatz im Theater. Daneben Andreas Bergmoser vom Lions-Club sowie Maria Poquett (VKM), Intendant Michael Schmitz-Aufterbeck und Geschäftsführer Udo Rüber (v.l.). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Freie Sicht auf die Bühne haben jetzt Rollstuhlfahrer, die eine der Vorstellungen im Theater Aachen besuchen. Britta Beckers findet das klasse. Schon als Kind kam sie gern ins Theater, litt aber wie alle anderen Rollstuhlfahrer stets darunter, dass der ihr zugedachte Platz nur eingeschränkte Sicht auf die Bühne bot. Das ist jetzt anders.

Besser als auf den oberen Rängen in unmittelbarer Nähe zur Bühne könnten die Rollis gar nicht platziert sein. Und auch der Zugang zum Theater sei inzwischen uneingeschränkt möglich, sagt Maria Poquett, Vorsitzende des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM). Die Rollstuhlfahrer kommen durch einen Seiteneingang ins Theater und werden im Aufzug bis ins große Haus oder die Kammer begleitet. Auch die Behindertentoilette wurde im Zuge des Umbaus renoviert.

Es gebe allerdings noch viele Kleinigkeiten, die zu verbessern wären, meint Udo Rüber, Geschäftsführer des Theaters. Beispielsweise die Steuerung an den Aufzügen, um sie behindertengerecht zu machen. So ohne weiteres sei das aber nicht zu machen. Ganz ernsthaft denke man dagegen über ein System nach, das Hörgeschädigte unterstützt.

Die Induktionslösung, bei der sich Hörgeschädigte mit ihrem Hörgerät in eine Induktionsschleife einklinken, sei dabei die teurere und im Theater nur schwer zu umzusetzende Variante. Besser sei eine Lösung, bei der der Hörgeschädigte durch eine Schleuse geht, wobei sein Hörgerät dann auf die entsprechende Frequenz eingestellt werde. „Da sind wir dran“, sagt Rüber.

Jetzt aber freuen sich die Verantwortlichen erst einmal über die neuen vier Plätze für Rollstuhlfahrer. Möglich wurden sie Dank der Unterstützung durch den LionsClub Aachen. Der will ganz gezielt Menschen mit Behinderungen helfen und hat deshalb den 6400 Euro teuren Umbau finanziert.

Bei den Rollstuhlfahrern kommen die neuen Plätze laut Maria Poquett bislang sehr gut an. Wer will, kann sich auf dem Platz sogar von jemandem begleiten lassen. Die vier vorhandenen Plätze seien in jedem Fall ausreichend, meint Poquett. Normalerweise kämen ein bis zwei Rollstuhlfahrer zu den Vorstellungen.

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