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Teil der Bäume kann doch erhalten werden

Von: Heiner Hautermans
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Weil es wie aus Kübeln schüt
Weil es wie aus Kübeln schüttete, wurde die Begehung gestern kurzfristig ins Foyer des Hauptgebäudes verlegt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Es gibt durchaus gute Chancen, dass von den zur Fällung vorgesehenen 33 Bäumen auf dem Templergraben eine ganze Reihe ein zweites Leben bekommt. Entweder an Ort und Stelle oder sie werden woanders hin verpflanzt.

Am Mittwoch nämlich kam anlässlich des Besuchs des Petitionsausschusses Bewegung in die festgefahrenen Positionen. Das Treffen mit dem Kontrollorgan des Landtags sei durchaus sinnvoll gewesen, der Berichterstatter für den Templergraben, Landtagsabgeordneter Karl Schultheis, habe immer wieder Alternativen gesucht und auf Kompromisse gedrängt, sagte die Sprecherin des Baumschutz-Bündnisses, Marika Jungblut, nach der Veranstaltung: „Es war eigentlich eine ganz gute Atmosphäre. Ich hoffe, dass ein Gutteil der Bäume erhalten werden kann.”

Dabei stand das Treffen der Baumschützer mit hochkarätigen Vertretern von Stadt, RWTH, Landesbaubetrieb und verschiedenen Düsseldorfer Ministerien anfangs unter keinem guten Stern. Kurz nach 10.30 Uhr schüttete es Graupel und Regen wie aus Kübeln, so dass der Ortstermin in das Foyer des Hauptgebäudes verlegt wurde, wo die Hauptbeteiligten noch einmal ihre Standpunkte darlegten. Marika Jung erläuterte, dass man erst im Juli darauf aufmerksam geworden sei, dass 33 Bäume gefällt werden sollten, für deren Erhalt man sich einsetze. Baudezernentin Gisela Nacken stellte klar, dass der Templergraben nur ein erster Abschnitt sei, die Qualität öffentlicher Räume in der Innenstadt zu erhöhen. Der Auftrag für die Umgestaltung zum Shared Space solle noch in diesem Jahr erteilt werden, weil das Projekt bis zur Sommerpause 2013 fertiggestellt sein soll. Schultheis dankte der Stadt, dass noch keine Fakten, etwa durch Baumfällungen, geschaffen worden sind: „Es ist noch nichts passiert.” Danach zog man zur - nicht öffentlichen - Beratung zurück.

Man habe den selbst erarbeiteten Alternativplan vorgestellt, der aber, wie Fachleute erklärt hätten, aus Gründen der Barrierefreiheit nicht umsetzbar sei, berichtete Baumschützerin Jungblut später. Dann seien Möglichkeiten erörtert worden, wie die beiden großen Platanen direkt an der Fahrbahn möglicherweise gerettet werden könnten. Dazu sollten Suchschnitte vorgenommen werden, um zu sehen, wie weit die Wurzel reichen. Für die Platanen in dem Karree am Kármán-Auditorium werde geprüft, ob sie durch Einsetzen von Wurzelschutzbrücken vielleicht doch stehen bleiben können.

Karl Schultheis kündigte an, dass er bis zur Sitzung des Kummerkasten-Gremiums am nächsten Dienstag einen Beschlussvorschlag mit mehreren Aspekten vorlegen will. Einmal sollen derartige Planungen klarer vorgestellt werden: „Es ist ja offensichtlich zu Missverständnissen gekommen”, sagt der SPD-Mann in Anspielung auf die späte Erkenntnis, dass alle Bäume gefällt werden sollen. Ferner sollen ,die Nutzer, in diesem Fall die Studierenden, in das Konzept der Aufenthaltsqualität einbezogen werden, wie das interessierte Studenten vorgeschlagen hatten.

Von der Verwaltung zugesagt

Die Suchschnitte für die beiden ältesten Platanen, denen die Stadt keine Überlebenschancen gegeben hatte, seien von der Verwaltung zugesagt worden, außerdem die Möglichkeiten der Verpflanzung der Mehlbeerbäume vor dem Super C und einzelner Platanen aus dem Karree.
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