Whatsapp Freisteller

Teamfähigkeit und Lernbereitschaft zählen

Von: Christoph Kühne
Letzte Aktualisierung:
Eigens zur Verleihung des Sche
Eigens zur Verleihung des Schenettenpreises ist Annette Kossmann (Mitte), die Enkelin des Stiftungsgründers Nikolaus Schennetten, in die David-Hirsch-Schule geeilt - sehr zur Freude der Preisträger und der Schulleiterin Susanne Keppner (2.v.r.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Eigentlich waren die Schüler schon in den Ferien. Doch am Montag kam die 10. Jahrgangsstufe der David-Hirsch-Schule des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) noch einmal zusammen, um der Verleihung des „Schennettenpreises” an sieben Absolventen beizuwohnen.

Die Förderschule für Hörgeschädigte verleiht den Preis jedes Jahr für herausragende Leistungen der Schülerschaft. In diesem Jahr ist er mit 1282 Euro dotiert. Jeder der Schüler zwischen 16 und 17 Jahren erhielt einen Betrag von 185 Euro.

Die sieben Schüler hatten sehr unterschiedlich ausgeprägte Hör- beziehungsweise Lernbehinderungen. Daher war die Klasse „sehr heterogen hinsichtlich des Kommunikations- und Lernverhaltens”, wie Schulleiterin Susanne Keppner erläuterte. Daher seien Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft und selbstständiges Arbeiten bei den Schülern besonders wichtig.

Die schwierigen Bedingungen hätten ihr im Vorfeld „viel Bauchschmerzen bereitet”. Umso mehr freue sie sich, dass die Schüler, auch dank ihres hilfsbereiten und respektvollen Umgangs miteinander, sämtliche Hürden gemeistert und alle erfolgreich abgeschlossen haben. Ihre „hervorragende schulische und soziale Entwicklung” werde daher zu Recht mit dem Schennettenpreis gewürdigt.

Die Geschichte des Preises geht zurück auf Nikolaus Schennetten, der die Förderschule von 1922 bis 1945 leitete. Als Vermächtnis hatte Schennetten ein Sparkonto über 100 000 Mark hinterlassen, aus dessen Zinsen der seit 2000 jährlich verliehene Preis finanziert wird. Zur Preisverleihung war extra Schennettens Enkelin Annett Kossmann aus München angereist.

Der weitere Werdegang der sieben Schulabgänger ist bereits gesichert. So hat Eduard „Edi” Renpening eine Lehrstelle als Verfahrensmechaniker und Juliane Paust einen Ausbildungsplatz an einer Schule für Gestaltung und Technik erhalten.

Riccardo Müller, Sharon Waßen, Iris Schaap sowie Ex-Schulsprecherin Merve Baklaci und ihre Schwester Betül werden am Berufskolleg für Hörgeschädigte in Essen einen weiterführen-den Schulabschluss machen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert