Tag des offenen Denkmals: Diesmal dreht sich (fast) alles um Holz

Von: Martina Stöhr
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„Holz im Kirchenbau” heißt
„Holz im Kirchenbau” heißt es in St. Donatus, Brand. Nicht nur das Dach ruht auf einer Holzkonstruktion, auch der neue Dachreiter von 2008 ist aus mehreren Tonnen Holz gefertigt. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Holz scheint zunächst einmal ein überraschendes Thema zu sein für den Tag des offenen Denkmals”, sagt Monika Krücken, Leiterin der Denkmalpflege der Stadt Aachen. Denn seit dem Stadtbrand von 1656 spiele Holz als Baumaterial in Aachen eine eher untergeordnete Rolle.

So gebe es nur noch in den Randbereichen der Stadt rudimentäres Holzfachwerk. Kostbare Innenausstattungen und historische Fenster dagegen seien durchaus noch zu finden. Richtig interessant werde es aber mit Blick auf die lebendigen Hölzer, meint Krücken.

„Auch hier in Aachen zeugen historische Parkanlagen wie der Müschpark, die ehemaligen Bürgerhäuser Villa Cassalette und Haus Mohnheim mit ihren kostbaren und aufwendigen Ausstattungen, hohe Kirchtürme, technische Denkmäler wie Mühlen und vieles mehr von der Bedeutung des Holzes in der Stadtgeschichte”, schreibt Umweltdezernentin Gisela Nacken im Vorwort des kleinen Heftchens, das zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, herausgegeben wurde.

Gerade der Müschpark am Fuße des Lousbergs sei einen Besuch wert, meinen die Organisatoren. Eine Ausstellung im Kerstenschen Pavillon vermittelt einen Einblick in seine gartenkünstlerische Entwicklungsgeschichte und zeigt die heute noch im Park erlebbaren historischen Gestaltungsstrukturen auf. Eine Führung durch den denkmalgeschützten Landschaftspark (11 Uhr ab Toreingang Purweider Weg) gibt ergänzend Einblicke in seine wechselvolle Geschichte und seine gartenkünstlerische Entwicklung.

Auf dem Programm zum Tag des offenen Denkmals stehen unter anderem auch Themen wie „Holz im Kirchenbau” am Beispiel von St. Donatus in Brand (Führung um 11.15 Uhr, Anmeldung erforderlich unter der Telefonnummer 0241/526 210), das ehemalige Kalkwerk in Walheim oder die Welsche Mühle in Haaren und die Verwendung von Holz in Handwerk und Technik.

Altes Handwerk hautnah

Und in Kornelimünster soll im Abteigarten für einen Tag die Vergangenheit zu neuen Leben erwachen. Von 11 bis 16 Uhr werden mittelalterliche Handwerke vorgestellt und alte Handarbeitstechniken vorgeführt.

Beim Programm mit insgesamt 20 Veranstaltungsorten kommen vor allem Familien mit Kindern auf ihre Kosten, meinen die Veranstalter. Das schöne am Tag des offenen Denkmals sei, dass er Gelegenheit biete, einen Blick hinter ansonsten geschlossenen Türen zu werfen.

So sei auch das ehemalige Umspannwerk in der Borngasse einen Besuch wert. Es sei ein Beispiel für eine gelungene Umnutzung: Heute wird es als Probenraum des Sinfonieorchesters genutzt. Einstündige Führungen gibt es um 12 und 14 Uhr, die Teilnahmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter vvk@eurogress-aachen.de).
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