Tag der Integration: Die ganze Vielfalt der Stadt

Von: Nina Krüsmann
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Für den Tag der Integration ziehen viele Organisationen an einem Strang: Mit einem reichhaltigen Programm sollen am Sonntag, 21. September, wieder mehrere tausend Besucher ins Eurogress gelockt werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Freude an der Vielfalt wird sichtbar, wenn Menschen in farbenprächtigen Kostümen tanzen, fremde Gerüche die Nase umschmeicheln und exotische Klänge einen Klangteppich weben. Jahr für Jahr setzt der Tag der Integration ein Zeichen des friedlichen Miteinanders von Religionen und Kulturen in Aachen.

Die achte Auflage findet am Sonntag, 21. September, von 11.30 bis 17.30 Uhr im Eurogress Aachen an der Monheimsallee statt. Rund 5000 Besucher werden erwartet, wenn sich mehr als 200 Organisationen aus Aachen und Umgebung bei dieser Großveranstaltung präsentieren. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Marcel Philipp übernommen.

Zum mittlerweile vierten Mal ist die Veranstaltung im Eurogress zu Gast, und das freut auch die Geschäftsführerin und Gastgeberin Kristina Wulf: „Der Tag der Integration ist hier etabliert. Es ist toll, dass so viele Beteiligte mitmachen, das unterstützen wir gerne tatkräftig.“

Organisiert wird das rund sechsstündige Programm von der Stadt Aachen und dem Büro der Regionaldekane im Bistum Aachen. Koordinator Thomas Hohenschue und Gerd Mertens, Referent im Aachener Büro der Regionaldekane, sind gerade im Endspurt, was die Planungen betrifft. „Ein 30-köpfiges Team zieht mit uns an einem Strang, darunter viele Ehrenamtler, ohne die wir das alles nicht realisieren könnten“, betont Hohenschue.

Auch das neue „Gesicht“ des Tages der Integration ist im Orga-Team. Die marrokanischstämmige Samia Benaissa absolvierte einen Teil ihres Praktikums in der Ausbildung zur Bürokauffrau bei der Stadt Aachen – und wurde kurzerhand als Konterfei für Plakate, Flyer und Programmhefte ausgewählt. „Damit bekommen unsere Bemühungen um gelebte Integration ein Gesicht, denn Samia ist das beste positive Beispiel dafür“, freut sich Heidemarie Ernst, Integrationsbeauftragte der Stadt.

Tolerant und weltoffen

Lebendig, tolerant und weltoffen wolle sich Aachen in zwei Sälen, auf vier Bühnen, in den Fluren, Foyers, sechs Konferenzsälen und auf dem Außengelände präsentieren, wie Rainer Beck, Veranstaltungsmanager des Eurogress, erläutert. „Diese Veranstaltung hat einen ganz besonderen Charakter. Die viele Arbeit im Vorfeld lohnt sich sehr, wenn man das Ergebnis miterlebt“, betont Beck.

Neben vielen Informationsständen gibt es Mitmachangebote für die ganze Familie, Kunst, Kultur, Tanz, Sport und sogar einen Zirkus. Spezialitäten aus aller Welt stärken die Besucher zwischendurch. Im Tagungstreff stellt die Volkshochschule Aachen ihr Projekt „Spirit of the suburbs“ vor. Für Familien gibt es neben dem Zirkus eine Hüpfburg, Soccer- und Trommelangebote. Ein besonderer Gast ist Unternehmer Kemal Sahin aus Würselen. Er hält einen Vortrag über seine „Internationale Karriere mit deutschen und türkischen Tugenden“.

„Der Tag macht bürgerschaftliches Engagement sichtbar. Das Besondere ist für mich nicht nur der Tag selbst, der mich glücklich macht, sondern auch das Miteinander in der Vorbereitungsarbeit, die Begegnung und Vernetzung, die hier stattfindet und von nachhaltigem Charakter ist“, erklärt Ernst.

Es sei die Freude an den Menschen, die ihn bei seiner Arbeit antreibt, betont Gerd Mertens, der den Tag mit Hohenschue damals aus der Taufe gehoben hat: „Das ist der christliche Gedanke dabei. Es ist ein Tag der Menschen in unserer Stadt. Wir machen keine Vorgaben, es entwickelt sich alles gemeinsam.“ Ein besonderes Augenmerk liege diesmal auf der Problematik der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Aachen. „Es geht uns darum, das Gesicht der großen Welt in Aachen zu einer gemeinsamen Welt werden zu lassen“, sagt Mertens.

Bei einer Saalwette sucht er 100 eingebürgerte Menschen aus Aachen und der Region, die zum großen Finale um 17.15 Uhr auf die Bühne des Europasaals kommen.

Preisverleihung

Das Programm beginnt um 11.30 Uhr mit einer Begrüßung durch den Oberbürgermeister, der Verleihung des Integrationspreises der Stadt Aachen und einer multireligiösen Friedensfeier. Um 12.30 Uhr wird im Brüsselsaal der städtische Förderpreis „Integration durch Sport“ verliehen. Am Eingang wird ein Programmheft erhältlich sein.

Bereits am Tag zuvor, am Samstag, 20. September, startet Heidemarie Ernst parallel zum September Special und dem Solidaritätslauf eine Aktion „Einmal Kaiser in Aachen“. John Alin ist dabei der Kaiser der Vielfalt und zieht mit seinem Gefolge durch Aachen. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr an der Bühne am Elisenbrunnen.

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