Tafel bald in neuen Räumen in der Clermontstraße 10

Von: Georg Dünnwald
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Im überdachten Hof des neuen Tafel-Domizils wird noch kräftig gearbeitet. Ab Montag, 10. August, können die Kunden in der Clermontstraße 10 einkaufen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Tafel zieht um. Von der Goerdelerstraße in die Clermontstraße. Denn in der Goerdelerstraße ist die Tafel an ihre Grenzen gestoßen. Der Platz reicht einfach nicht mehr. Lange genug hat´s gedauert.

Schon im Dezember vergangenen Jahres wurden im ehemaligen Baumaschinendepot des Stadtbetriebs an der Clermontstraße 10 den Aachener Armen Weihnachtspakete übergeben. Damit die Hartz-IV-Empfänger, die Aufstocker und die Senioren, die mit der Alterssicherung ihr Leben fristen müssen, ein unbesorgteres Christfest feiern konnten.

Zurzeit wird an der Clermontstraße 10 kräftig gearbeitet. Leo Becker, Thomas Issac und Elisabeth Hannemann weißen die Wände, Mitarbeiter einer Fachfirma machen den Boden vor dem bereits komplett sanierten Haus plan. „Wir brauchen einen barrierefreien Zugang”, erklärt Jutta Schlockermann, die 1. Vorsitzende der Aachener Tafel. Das schäbige graue Eisentor ist nächste Woche dran, dann wird es weiß gelackt. Nur die Mauer bleibt, sie schützt die Kunden der Tafel vor neugierigen Blicken. Und schützt sie davor, erkannt zu werden. „Denn viele schämen sich ihrer Armut.”

Eine Woche Pause

Die Kunden der Tafel stehen endlich im Trockenen, wenn sie sich in die Warteschlange einreihen müssen, ein Kunstglasdach im Hof schützt vor Regen. „Das Dach war einer unserer wichtigsten Wünsche”, freut sich Jutta Schlockermann über den Regenschutz.

Noch bis heute können die Tafelkunden ihren Bedarf an der Goerdelerstraße decken. Ab Montag müssen sie sich eine Woche lang gedulden. „Am Montag, 10. August öffnen wir wieder zu den gewohnten Zeiten, aber eben an der Clermontstraße”, sagt die Tafelvorsitzende. Sie bittet um Verständnis, dass sie und ihre Crew eine Woche fürs Einrichten brauchen. „Endlich können wir Lebensmittel lagern, wir werden sogar ein Kühlregal bekommen”, atmet sie erleichtert auf.

Den neuen Standort bezeichnet Jutta Schlockermann als geradezu ideal. „Die Stadt stellt uns die Immobilie mietfrei zur Verfügung.” ein paar Meter weiter, an der Trierer Straße, gebe es die Bushaltestelle Aachen-Arkaden, „da müssen unsere gebrechlichen Kunden keine weiten Wege auf sich nehmen”.

Die Renovierung des ehemaligen Baumaschinendepots hat um die 50.000 Euro gekostet. „Alles ist aus Spenden finanziert”, weist Schlockermann auf die angespannte Finanzlage der Tafel hin. Den Fachfirmen, die einen Teil der Sanierungsarbeiten erledigt haben, ist sie sehr dankbar. „Die haben alles versucht, um es so preiswert wie möglich zu machen.”

Immerhin, über 167 Quadratmeter verfügt der gemeinnützige Verein nun. Gegenüber den 65 Quadratmetern, die in der Goerdelerstraße geboten wurden, eine enorme Steigerung. „Aber nun muss es reichen. Wir wollen nicht mehr expandieren. Dennoch habe ich die Sorge, dass sich Armut in der Gesellschaft einrichtet. Das darf nicht sein.”

Die Tafel ist dringend auf Spenden angewiesen. Spendenkonto 623508013, Aachener Bank, Blz. 390601280. Telefonische Informationen: 0241/9977474.
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