Aachen - Supermarkträuber von Forst stellt sich

Supermarkträuber von Forst stellt sich

Von: hau
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Schießerei im Supermakt: Nach einem Überfall auf einen Supermarkt an der Sittarder Straße in Aachen flüchtete ein Täter in ein Wohnhaus in der Marienburger Straße. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Fahndungsdruck war offenbar zu groß: Der 28-Jährige, der Mitte des Monats einen bewaffneten Raubüberfall auf den „Mix Markt” an der Sittarder Straße verübt hatte, stellte sich jetzt den Behörden.

In Begleitung eines Rechtsanwaltes erschien er im Aachener Polizeipräsidium und erklärte, prinzipiell aussagen zu wollen. Aufgrund seines Gesundheitszustandes sei er dazu derzeit allerdings nicht in der Lage.

Seine Beeinträchtigung sei nicht auf die Schussverletzung zurückzuführen, die er bei der aufsehenerregenden Straftat am vorletzten Samstag davongetragen hatte, erklärte Oberstaatsanwalt Robert Deller. Der russischstämmige Mann wurde von einem Polizeiarzt untersucht, jedoch nicht ins Gefängniskrankenhaus gebracht. Am Mittwochnachmittag wurde er einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Der 28-Jährige hatte den Geschäftsführer des Supermarktes, in dem viele osteuropäische und asiatische Spezialitäten angeboten werden, mit vorgehaltener Pistole bedroht und zur Herausgabe der Tageseinnahmen aufgefordert.

Der 57-Jährige wehrte sich, wurde im folgenden Handgemenge durch einen Schuss in die Brust lebensgefährlich verletzt, konnte dennoch seinem Gegenüber die Schusswaffen entwinden und schoss selbst mehrfach auf den zu Fuß flüchtenden Räuber.

Dieser wurde dabei - ebenso wie ein vorbeifahrendes Fahrzeug - getroffen, konnte aber zunächst entkommen. Auf seine Spur kamen die Fahnder, weil die aus seinem Blut gewonnene DNA mit einer Speichelprobe übereinstimmte, die er nach einem Drogendelikt dem Zoll abgegeben hatte.
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