Suermondt-Park: Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz stimmt Plänen zu

Von: Werner Czempas
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Die Fläche des ehemaligen Gewerbehauses „Kleine Erfkamp“ soll dem neuen Suermondt-Park zugeschlagen werden. Auch die Kreuzung Richard-, Gottfried- und Martin-Luther-Straße wird im Zuge des Ausbaus umgebaut. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Vorfreude ist riesig. Überall finden die Pläne für den Suermondt-Park große Begeisterung. Nach dem einstimmigen Ja in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und in Fachausschüssen stimmte nun auch der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz den Plänen zu.

 Die vergammelten Grün- und Spielanlagen im Bereich Richard-, Gottfried- und Martin-Luther-Straße sollen zu einer grünen Oase im dicht besiedelten Wohnquartier oberhalb des Kaiserplatzes und parallel zur Wilhelmstraße ausgebaut werden.

Dr. Christoph Ruckert vom Umweltdezernat kann die Pläne für den Park wahrscheinlich schon im Schlaf herunterrasseln, so oft hat er sie schon vorgestellt – in Bürgerversammlungen, bei Begehungen vor Ort mit Kindern, vor Politikern. Aber immer wieder versteht er aufs Neue, seine Zuhörer für das Projekt zu begeistern.

So war es auch im Umweltausschuss. Sabine Göddenhenrich-Schirk (Grüne) betonte, es geschehe wohl selten, dass in einer Stadt Flächen zu einer Grünfläche rückentwickelt würden. Wie in der Richardstraße, wo die Fläche des abgerissenen Gewerbebaus „Kleine Erfkamp“ dem neuen Park zugeschlagen wird. „Wir haben wieder etwas Grün zurückerobert“, freute sich die Grüne. Sie lobte das Vorgehen des Umweltdezernats als „gutes Vorbild“. Die Umweltbehörde arbeitete eng mit Bürgern und vor allem Kindern zusammen. Bei Begehungen vor Ort konnten alle ihre Wünsche anmelden. Rund 2300 Kinder bis 14 Jahre leben im Einzugsbereich.

„Der Park wird schön werden, großes Lob allen Beteiligten“, zeigte sich Iris Lürken (CDU) angetan. „Schönes Projekt, tolle Sache, wir können uns alle freuen“, stimmte auch Heike Wolf (SPD) in den Beifall ein.

Allein der Gemeinschaftsgarten an der Richardstraße, den Bürger nach dem Abriss des Gewerbebaus seit anderthalb Jahren dort betreiben und der in den Suermondt-Park integriert wird, ließ Fragen aufkommen. Die Anlage müsse eine „offene Fläche für jeden aus der Stadt“ bleiben, mahnte Alexander Gilson (CDU). Es gehe aber zu weit, wie gerüchtweise aufkomme, für die Gärtner eine Toilette zu errichten, und es dürfe auch nicht passieren, dass Anwohner „durch Riesenlagerfeuer belästigt werden“.

Veit Helmig (SPD) überlegte, ob es wegen möglicher Altlasten auf dem Gewerbegelände und des starken Autoverkehrs ringsum unproblematisch sei, etwa Möhren anzubauen. Da der Gemeinschaftsgarten offen im Park liegen wird, drängte sich Helmig eine weitere Frage auf: „Darf man sich die Produkte wegnehmen - Möhren, Äpfel, Birnen?“ Ferdinand Corsten (CDU) steuerte juristischen Rat bei: „Wenn Sie das auf der Stelle essen, ist es (straffreier) Mundraub.“

Keine Schadstoffe im Boden

Christoph Ruckert beruhigte Ängstliche: keine Schadstoffe im Boden, der Gemeinschaftsgarten bleibe „komplett öffentlich zugänglich“, jeder sei eingeladen, dort das Gärtnern zu probieren, die Initiatoren wollen „die Nahrungsmittelproduktion (für Städter) erlebbar machen“, keine kommerzielle Produktion von Obst und Gemüse, Kitas und Schulen werden einbezogen.

Im Herbst 2015 wird mit dem Ausbau zum Suermondt-Park begonnen. Der Umbau der Kreuzung Richard-, Gottfried- und Martin-Luther-Straße beginnt nach Abschluss des Aquis-Plaza-Projekts, voraussichtlich 2016.

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