Aachen - Suchthilfe Aachen stellt neue Projekte vor

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Suchthilfe Aachen stellt neue Projekte vor

Von: bj
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Aachen. Seit fünf Jahren setzt sich die Suchthilfe Aachen für Menschen mit Suchtproblemen ein, „und ich finde, dass sich unsere Ergebnisse durchaus sehen lassen können”, sagt Geschäftsführer Kalle Wilms stolz.

Rund 5500 Menschen haben allein im vergangenen Jahr von den vielfältigen Angeboten der Beratungsstellen in der Hermannstraße (Suchtberatung und Suchtprävention), der Herzogstraße (Jugend- und Drogenberatung) und am Kaiserplatz (Grundversorgung Schwerstabhängiger) profitiert. „Im Bereich der Suchtprävention haben wir sogar 122 Maßnahmen durchgeführt und 2772 Personen erreicht”, berichtet Wilms.

Gudrun Jelich, die zweite Geschäftsführerin der Suchthilfe Aachen, ist besonders von der Peer-to-Peer-Prävention an Schulen angetan: „Es ist sehr hilfreich, wenn ältere Schüler mit jüngeren Schülern über Sucht sprechen.”

In Wochenendseminaren wurden die Jugendlichen auf ihre Aufgaben vorbereitet, beteiligt haben sich insgesamt sechs Aachener Schulen.

Dass gerade in diesem Bereich das Engagement erhöht werden sollte, findet Jelich wichtig. „Die Gefahr des Komasaufens ist bei den 14- bis 16-Jährigen besonders groß.”

Eine steigende Tendenz bei den männlichen Vertretern dieser Altersgruppe hat Peter Schlimpen bei den Onlinesüchtigen festgestellt. „Immer mehr Jungen spielen unzählige Stunden Rollenspiele wie World of Warcraft oder Ego-Shooter wie Counter-Strike. Die Eltern müssen Grenzen setzen und den PC beschlagnahmen”, fordert der Einrichtungsleiter der Jugend- und Drogenberatung.

Mit ganz anderen Problemen setzt sich Barbara Berger, die für die Beratungsstelle am Kaiserplatz zuständig ist, tagtäglich auseinander. „Es ist uns gelungen, ein Frauenfrühstück einzurichten und ein Kunstprojekt auf die Beine zustellen”, erzählt sie.

Um in Zukunft noch mehr Menschen mit Suchtproblemen zu erreichen, wurde die Internetseite der Suchthilfe Aachen komplett überarbeitet. „Besonders im vergangenen Jahr haben wir festgestellt, dass die meisten Menschen uns über das Internet finden und kontaktieren”, berichtet Wilms.

Der große Pluspunkt des elektronischen Mediums sei die Anonymität, „die Hemmschwelle lässt sich bei vielen Beteiligten online abbauen.”

Besonders stolz ist Wilms auch auf die neuen Projekte „Leben hat Gewicht” für magersüchtige und bulimische Mädchen und Frauen und den „Feuervogel”. „Bei diesem Projekt werden Kinder und Jugendliche unterstützt, in der mindestens ein Elternteil suchtkrank ist. Jetzt können wir dazu beitragen, dass sich das nicht auf die Kinder überträgt.”
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