Aachen - Stuhl und Tisch dürfen mit in den Kurpark

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Stuhl und Tisch dürfen mit in den Kurpark

Von: Martina Feldhaus
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Virtuos: Generalmusikdirektor Kazem Abdullah und das Sinfonieorchester des Aachener Theaters, die im Kurpark immer wieder begeistern. Dort können sie auch neues Publikum gewinnen. Foto: Andreas Steindl
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Veranstalter Christian Mourad streckt in der Musikbranche jetzt schon die Fühler für die Classix 2015 aus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Im Stadtpark picknicken, Wein trinken und dabei Live-Musik lauschen, das können die Aachener nur einmal im Jahr: bei den Kurpark-Classix. In den vergangenen Jahren hat sich das Open-Air-Festival zum richtigen Publikumsmagneten für Groß und Klein entwickelt.

In zwei Wochen, vom 29. August bis zum 1. September, wartet Veranstalter Christian Mourad wieder mit einem hochwertigen Programm auf. Wie das so aussieht und warum jeder Aachener einmal zu den Classix kommen sollte, darüber hat sich mit ihm Martina Feldhaus unterhalten.

Die Kurpark-Classix finden open-air statt. Sie sind also auf gutes Wetter angewiesen. Werden die Langfrist-Prognosen schon kräftig analysiert?

Mourad: (lacht) Leider kann das Wetter immer noch nicht viel mehr als 24 Stunden wirklich zuverlässig vorausgesagt werden. Deshalb muss ich mich gedulden. Aber spätestens zwei Wochen vor den Classix mache ich meine Frau nervös. Sie versorgt mich dann jeden Tag mit den aktuellen News. Letztendlich kann man das aber sowieso nicht beeinflussen. Also versuche ich ruhig zu bleiben.

Die Kurpark-Classix starten am Freitag, 29. August, mit der „Night at the Opera“. Dank großer Namen sind die Tage drauf meist besser ausgebucht. Warum sollte man sich schon für Freitag Tickets kaufen?

Mourad: Der Schwerpunkt der Classix liegt auf der klassischen Musik. Und am Freitag wird es wieder ein wunderschönes Programm quer durch die Welt der Oper, diesmal der italienischen, geben. Ich kann diese Musik, die Sänger, den Moderator Malte Arkona und den gesamten Abend wirklich nur empfehlen. Oper, Wein und ein lauer Sommerabend – was könnte es Besseres geben?

Im letzten Jahr gab es erstmals ein DaCapo-Konzert am Montag mit Joe Cocker. Der Musiker kam gut an. Weniger begeistert waren die Besucher, dass sie an diesem Tag keine Stühle und Tische mit in den Park nehmen durften. Wie wird das dieses Mal, am 1. September mit Roger Hodgson, gehandhabt?

Mourad: Das Problem haben wir in diesem Jahr nicht. Wir haben mit der Stadt alles geregelt, Stühle und Tische dürfen rein. Allerdings: Es wird am Samstag und auch am Montag voll werden. Das heißt, die Zuschauer müssen sicher etwas zusammenrücken. Aber da sehe ich keine Probleme. Die Aachener haben sich bisher immer gut untereinander arrangiert.

Die großen Namen sind in diesem Jahr Max Herre, der erfolgreiche deutsche Hip Hop- und Soul-Star, und Roger Hodgson, ehemaliger Frontmann von Supertramp. Wie lange muss man baggern, um solche Musiker nach Aachen zu bekommen?

Mourad: Das kann schon mal bis zu einem halben Jahr und länger dauern. Bei Roger Hodgson ging es allerdings weitaus schneller. Er war ja schon mal 2009 bei uns und wir waren uns schnell handelseinig. Aber ich fange natürlich jetzt schon an, für das nächste Jahr die Fühler auszustrecken.

Gibt es eine Wunschliste mit Künstlern, die Sie unbedingt mal zu den Aachener Kurpark-Classix holen würden?

Mourad: Natürlich. Wichtig ist, dass die Künstler gut ins Konzept passen und auch bezahlbar sind. Einige stehen da auf der Liste. Aber ich habe ein paar Träume, die eher illusorisch sind: Annie Lennox zum Beispiel oder Kate Busch. Auch Peter Gabriel.

Mit den Kurpark-Classix holen Sie das Aachener Sinfonieorchester raus aus den Konzertsälen. Gewinnen Orchester und Theater so auch ein neues Publikum hinzu?

Mourad: Davon bin ich überzeugt. Manche haben das Theater vielleicht noch nicht so für sich entdeckt. Im Kurpark können sie aus sicherer Distanz und ohne Kleiderordnung schauen, ob Klassik auch was für sie ist. Oft bekomme ich vom jüngeren Publikum begeisterte Rückmeldungen – und einige sagen: Ins Theater sollten wir auch mal gehen.

Auf Sonntag, 31. August, können sich die Kinder freuen. Durch das Familienkonzert „Hokus, Pokus, Musikus – Malte zaubert“ führt wieder Moderator Malte Arkona – zum siebten Mal. Er ist fest gesetzt. Warum?

Mourad: Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Malte Arkona ist einfach der perfekte Entertainer und Moderator. Gleichzeitig hat er klassischen Gesang studiert. Er ist eloquent, witzig, locker und schlagfertig und bindet das Publikum interaktiv mit ein. Obendrein ist er einfach wie er ist, völlig allürenfrei. Das passt zu den Kurpark Classix.

Gibt es für denn alle Tage noch Karten?

Mourad: Auf jeden Fall. Nur am Montag bei Roger Hodgson ist die Bühne ausgebucht, am Samstag bei Max Herre werden die Plätze knapp. Aber für den Park gibt es noch für alle vier Tage Karten.

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