Aachen - Studenten-WM: „Aachen hat Messlatte sehr hoch gelegt”

Studenten-WM: „Aachen hat Messlatte sehr hoch gelegt”

Von: Holger Richter
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Alle wollten einmal in der Soe
Alle wollten einmal in der Soers starten: Mit knapp 100 Reitern aus 26 Nationen wurde bei der Studierenden-WM in Aachen ein Teilnehmerrekord aufgestellt. Foto: Holger Richter

Aachen. Ganz am Schluss ist es (fast) wie beim CHIO. Als am Sonntagnachmittag die Spanierin Diana Marsa über das letzte Hindernis im Parcours geht und sich den Weltmeistertitel der Studierenden-Springreiter sichert, da regnet es nicht nur wie aus Kübeln, auch auf den Tribünen im Deutsche-Bank-Dressur-Stadion bricht ein Sturm los - ein Jubelsturm.

Diese Stimmung am Schlusstag der fünftägigen Reit-Weltmeisterschaft der Studierenden in Aachen ist das i-Tüpfelchen auf die „besten Eindrücke”, die Verena Burk aus der Soers mit nach Hause nimmt. „Das, was in den zwei Jahren Vorbereitung alles erarbeitet worden ist, wurde hier in Aachen perfekt umgesetzt”, zieht die Präsidentin des Organisationskomitees ein zufriedenes Fazit. „Aachen hat die Messlatte für den nächsten Ausrichter in zwei Jahren sehr hoch gelegt.” Diesen Ausrichter gibt es übrigens noch gar nicht. Und die Frage, ob sich nach den Tagen von Aachen überhaupt noch jemand diese Aufgabe zutraut, beantwortete Verena Burk mit einem lächelnden Achselzucken. „Die ­Soers übertrifft alles”, fügt sie hinzu.

Das Aachener Hochschulsportzentrum (HSZ) jedenfalls steht vorerst nicht mehr zur Verfügung. „Das können wir nicht alle zwei Jahre machen”, lehnt Nico Sperle dankend ab. Schon der tägliche Hochschulsport erfordere von seinem Team „sehr, sehr viel Kraft”, sagt der HSZ-Leiter. „Außerdem ist Reiten nicht gerade unsere zen-trale Sportart”, an den Fitness- oder Tanzangeboten des HSZ beteiligten sich wesentlich mehr Studierende.

Dennoch ist natürlich auch Nico Sperle klar, was der Name Aachen in der Reitsportwelt bedeutet. „Als wir Aachen als Austragungsort vor zwei Jahren vorgestellt haben, da wollte jeder unbedingt einmal in der Soers reiten”, erinnert sich Sperle. Und sehr viele sind tatsächlich gekommen. „Wir haben hier mit knapp 100 Reitern aus 26 Nationen einen Teilnehmerrekord aufgestellt”, betont Verena Burk.

2500 Zuschauer

Vergleichbare Zuschauerzahlen wie beim CHIO wurden natürlich nicht erreicht. „2500 Menschen haben den Wettbewerben zugeschaut”, sagt Sperle - Teilnehmer und Helfer inklusive. Dennoch sind die Veranstalter zufrieden. „Am Samstag waren etwa 600 ?normale Zuschauer hier. Und dass wir am Abschlusstag nicht die erwarteten 1500 Zuschauer hatten, ist wohl dem Regenwetter geschuldet”, meint Sperle.

Auch das Rahmenprogramm setzte Maßstäbe

„Für die studentischen Teilnehmer fast ebenso wichtig wie der Sport ist das Rahmenprogramm”, sagt die Geschäftsführerin des Organisationskomitees, Nina Zirke.

Auch hier habe Aachen mit der Eröffnungsfeier, der Party im Starfish, dem Empfang im Rathaus und dem Reiterball, bei dem am Samstagabend rund 1000 Gäste im Euro­gress bis in die frühen Morgenstunden getanzt haben, Maßstäbe gesetzt.
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