Streugut: Aachener Vorräte schmelzen dahin

Von: mg
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In Aachen schmelzen die Streusalz-Vorräte dahin: Nächste Woche will der Stadtbetrieb mit dem Salzlieferanten über eine zusätzliche Fuhre Streusalz verhandeln. Foto: dapd

Aachen. Eine kleine Winterpause käme Dieter Lennartz gar nicht so ungelegen. Denn seine Leute vom Stadtbetrieb waren am Donnerstag bis spät abends und am Freitag ab 3.30 Uhr in der Frühe mit allen verfügbaren Kräften im Wintereinsatz.

„Wir waren mit 30 bis 40 großen und kleinen Fahrzeugen unterwegs”, berichtet Lennartz, zuständiger Abteilungsleiter beim Stadtbetrieb.

Nachdem Schneetief Petra am Abend über Aachen niederging und acht Zentimeter Neuschnee brachte, hatten die Kräfte des Stadtbetriebs mit den Fahrbahnen der Dringlichkeitsstufe1 mehr als genug zu tun. Stufe1 haben in Aachen immerhin 274 verkehrswichtige und vielbefahrene Straßen. Gemeinsam sind sie 555 Kilometer lang.

In den Seitenstraßen ist es noch glatt

Insgesamt, bilanziert Lennartz, „haben wir das ganz gut hingekriegt”. Auch in den Höhenlagen des Stadtgebiets, bei Schnee traditionell die neuralgischen Punkte, sei man einigermaßen gut klargekommen. „Die Lütticher Straße hatten wir zum Beispiel sehr gut in Schuss.”

Wer allerdings auf Nebenstraßen im Stadtgebiet unterwegs war, der musste sich auch am Freitag noch in Geduld üben und größte Vorsicht walten lassen. „Wir kommen im Moment aus der Dringlichkeitsstufe 1 nicht raus”, erklärt Dieter Lennartz, „der Eisboden gefriert sofort wieder”.

Haushalten mit dem Streugut

Und wie sieht es aktuell mit dem Streusalz aus? „Wir haben nicht zu knapp kalkuliert”, versichert Lennartz, nach den Erfahrungen des vergangenen Winters habe man in Aachen die Bestellung deutlich aufgestockt. Aber der Schnee kam früh, und es ist nun schon lange eisig. „Unsere Vorräte schmelzen dahin”, sagt Aachens oberster Schneeräumer ehrlich, „wir müssen haushalten mit dem Streugut. Und wenn sich die Wetterlage nicht bald entspannt, dann wird´s knapp.” Nächste Woche will der Stadtbetrieb mit dem Salzlieferanten über eine zusätzliche Fuhre Streusalz verhandeln. Denn offiziell zu Ende geht der Winterdienst erst am 31. März.

Eis und Schnee auf Straßen und Gehwegen behindern nach Angaben der Stadt auch die Abholung der Gelben Säcke. Das beauftragte Unternehmen hatte deshalb am Freitag zusätzliche Wagen im Einsatz. Und zumindest auf den wichtigsten Straßenzügen sollten die Säcke soweit wie möglich vor dem Wochenende abgeholt werden. Allerdings werde nur dort abgefahren, wo dies gefahrlos möglich sei, hieß es.

Polizei registriert 21 Unfälle

Die Aachener Polizei registrierte am Freitagmorgen in der Zeit von 4 Uhr morgens bis 9.30 Uhr insgesamt 21 witterungsbedingte Verkehrsunfälle in der Städteregion.

Bei einem Unfall an der Schanz wurde eine Fußgängerin verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Auf der Ahornstraße rutschte eine Fußgängerin aus und prallte gegen den Außenspiegel eines vorbeifahrenden Wagens. Sie wurde leicht verletzt.
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