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Streetdancer erobern den Kennedypark

Von: Katharina Urbanczyk
Letzte Aktualisierung:
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Mehr Zuspruch als anfangs erwartet: Beim Jugendkultur-Festival im Kennedypark sorgten Songwriter wie Farah Rieli für beste Stimmung unter den Besuchern. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Unter dem Motto „Respect! – Aachen Ost against Racism“ stieg jetzt das erste Jugendkultur-Festival im Kennedypark. „Beim Festival sollen sich Menschen begegnen und austauschen. Dank des Wetters ist es sogar noch größer geworden als erhofft“, freute sich Mitorganisator Gerhard Nellessen, Jugendbeauftragter im Bistum Aachen.

Bei strahlender Sonne gab es erstaunliche Performances, Graffiti, Gesang, Poetry und originelle Raptexte rund um das Thema Respekt und Toleranz.

Profi-Tänzer „SugarRae“ findet, dass Hip-Hop und ganz besonders der Tanz Toleranz fördert: „Beim Tanzen ist es egal, welche Herkunft du hast. Mit Tanzen kannst du weltweit kommunizieren“, sagt er. „SugarRae“ gibt Tanzkurse in der OT Carl Sonnenschein Haus. „Es geht darum, die urbane Tanzkunst in Aachen zu fördern“, erklärt SugarRae.

Die Zuschauer zeigten sich begeistert bei den Auftritten der einzelnen Künstler. Mit dabei waren auch die bekannten Performer Farah Rieli, Emmo Amiri und „Tech Attack“ sowie Benaissa Lamroubal von „Rebellcomedy“, bekannt vom RTL Comedy Grand Prix.

Auch Zuschauer Ulysses ist fasziniert vom Festival: „Es ist toll. Alle treffen sich hier und genießen den Hip-Hop. Der Kennedypark ist ganz anders. Normalerweise hat der Park einen leicht negativen Flair“, meint er.

Das Festival will dazu beitragen, rassistischen Einstellungen entgegenzuwirken. „Hier im Ostviertel gibt es unterschiedliche Cliquen, die für sich sind. Mit dem Festival wollen wir zeigen, dass alle gemeinsam auf der Bühne stehen können – egal welches Alter, Geschlecht oder welche Herkunft sie haben“, erklärt Khalid Bounouar von RebellComedy und Moderator der Veranstaltung.

Viele Rapper, Streetdance-Gruppen, Comedians und Nachwuchskünstler wollen durch ihre Darbietung vermitteln, wie in Aachen Respekt und Toleranz weiter verbreitet werden können.

„Tanzen ist die beste Medizin für alles. Es ist das A und O“, unterstreicht Tänzer „SugarRae“. Mit der gemeinsamen Darbietung seiner jungen Streetdance-Gruppe brachte er auch den elfjährigen Furkan Yildiz zum Tanzen. „Ich finde das sehr schön, obwohl es auch ziemlich anstrengend aussieht.“

Neben dem Bühnenprogramm gab es auch Verpflegungs-, Spiel- und Mitmachangebote. Das Projekt wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus Aachen sowie das Bundesprogramm „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“ des Familienministeriums.

Wegen des großen Erfolgs darf man sich vielleicht nächstes Jahr auf ein zweites Festival freuen. „Von mir aus kann jedes Wochenende solch ein Festival stattfinden“, findet Ulysses.

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