Aachen - Street-Soccer-Turnier des Aachener Fanprojekts am Tivoli

Street-Soccer-Turnier des Aachener Fanprojekts am Tivoli

Von: Melissa Bayer
Letzte Aktualisierung:
Kristina Walther, Leiterin des
Kristina Walther, Leiterin des Fanprojekts Aachen, feuerte beim Street-Soccer-Turnier alle 14 Mannschaften ordentlich an. Foto: Harald Krömer

Aachen. Fußball auf dem Tivoli ist nichts Außergewöhnliches. Aber normalerweise wird im Stadion auf dem grünen Rasen gegen den Ball getreten. Das war am Mittwoch anders. Denn das Street-Soccer-Turnier unter dem Motto „kick racism out” wurde zwischen Tivoli und Parkhaus auf Asphalt ausgetragen.

Ins Leben gerufen wurde die Straßenfußballaktion bereits 2006 vom Fanprojekt Dortmund. Unterstützung kommt seither vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile findet die „NRW-Streettour” jährlich an allen 13 Fanprojekt-Standorten des Landes statt - so auch in Aachen.

Begrüßt wurden die 14 Mannschaften der Propst-Grüber-Schule aus Stolberg, der Bischöfischen Marienschule aus Aachen, der Realschule Alsdorf, der Aachener David-Hirsch-Schule, der Gustav-Heinemann-Gesamtschule (GHG) Alsdorf und des Stolberger Goethe-Gymnasiums von Kristina Walther, Leiterin des Fanprojekts Aachen. „Hier geht es mehr um den Spaß als um den Gewinn”, rief sie den Zwölf- bis 15-Jährigen zu.

„Mein größter Wunsch ist, dass Leute ins Gespräch kommen, die sonst nichts miteinander zu tun haben, vor allem verschiedene Schulformen und verschiedene Nationalitäten”, erklärte Walther während des Turniers. Dem stimmt auch Klaus Meyer, Lehrer der Propst-Grüber-Schule, zu. Ihm ging es darum, seine Schüler einmal aus dem sozialen Umfeld der Stolberger Hauptschule herauszuholen und ihnen beizubringen, „wie man miteinander umgeht, die Stärken und Schwächen des Anderen akzeptiert und im Team spielt”.

Der 23-Jährige Student Ben Wolff, pädagigischer Mitarbeiter des Aachener Fanprojekts, hofft mit Blick auf die Auseinandersetzungen unter den Alemannia-Fans „für ganz Aachen, dass wieder Ruhe einkehrt, dass man es schafft, wieder an einen Tisch zu kommen, und gemeinsam einen Verein anfeuert”.

Den Kindern war vor allem der Spaß am Fußball wichtig. Noch bevor der Schiedsrichter das Turnier anpfiff, legten die kleinen Kicker schon los: Gespielt wurde auf einer 15 mal zehn Meter großen Straßenfußballanlage, drei gegen drei, mit je zwei Einwechselspielern. Ein Spiel ging dreieinhalb Minuten, einen Torwart gab es nicht.

David-Hirsch-Schule gewinnt

Letztendlich setzte sich die David-Hirsch-Schule für Hörgeschädigte mit 3:2 gegen die GHG Alsdorf durch und gewann somit nicht nur den Siegerpokal, sondern auch eine Stadionführung und Karten für ein Heimspiel der Alemannia. Den dritten Platz belegte die Realschule Alsdorf und der Fairnesspokal ging an die Bischöfische Marienschule.

Als dann auch noch die Alemannia-Spieler Timo Brauer und Oguzhan Kefkir auftauchten, waren die Kinder vollends begeistert. Und eine Medaille gab es ohnehin für alle - schließlich ging es um den gemeinsamen Spaß am Fußball.

Der Städtergionstag hat am Donnerstag eine finanziell und personell verbesserte Ausstattung des Fanprojektes bis zu einem maximalen Eigenanteil von 47.500 Euro pro Jahr mit großer Mehrheit beschlossen.

Bislang wird das Fanprojekt von der Städteregion, dem Deutschen Fußball-Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen mit jeweils rund 30.000 Euro pro Jahr finanziert.

Über eine weitere Förderung über das Ende der Projektlaufzeit im Oktober 2013 hinaus, entscheidet der Städteregionstag bis Mitte des kommenden Jahres.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert