Haaren - Straftaten und Überfälle verunsichern zahlreiche Bürger

Straftaten und Überfälle verunsichern zahlreiche Bürger

Von: Nina Krüsmann
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Sicherheitstag in der Grundschule am Haarbach: Der Überschlagsimulator der Verkehrswacht, betrieben durch die Verkehrskadetten, stieß auf großes Interesse. Foto: Ralf Roeger

Haaren. Wo fühlt man sich als Bürger im Stadtteil unsicher? Wie können sich Nachbarn gegenseitig unterstützen, um Einbrüchen vorzubeugen? Und was ist zu tun, wenn man doch Opfer eines Unfalls oder gar einer Straftat wurde?

Mit mehr Kommunikation und einem ersten öffentlichen Sicherheitstag haben die Vertreter von Verwaltung, Politik und Polizei in Haaren am Samstag einen ersten Schritt zu mehr Information und Nähe zum Bürger getan.

„Wir möchten Bedürfnisse abfragen und heute alle Aspekte rund um das Thema Sicherheit beleuchten“, sagte Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten im Vorfeld. Ein sechsstündiges Programm in der Grundschule Am Haarbach richtete sich an die verschiedenen Altersgruppen: Angefangen von der Verkehrspuppenbühne für Kinder über Beratung in Sachen Brandschutz bis hin zum Rollator- und Bustraining für Senioren bot der Tag viel Wissenswertes in geballter Form.

Die Bevölkerung zu sensibilisieren, das war das große Ziel dieser Premiere. Und bei gutem Zulauf ergaben sich über den Tag viele angeregte Gespräche, aus denen die Bürger einiges für den Alltag mitnehmen können. Auch viele Haarener waren zuletzt von Meldungen von Überfällen in der Aachener Innenstadt im wahrsten Sinne des Wortes verunsichert. Und gerade in der dunklen Jahreszeit fühlen sich viele unsicher. Vor bekannten Methoden wie dem „Trickdiebstahl an der Haustür“ oder Betrug am Telefon durch den „Enkeltrick“ könne nicht oft genug gewarnt werden, erklärt Mitorganisator und Kriminalhauptkommissar Holger Milar.

Aber auch moderne Entwicklungen seien mit Vorsicht zu handhaben. Deshalb informierte die Polizei Aachen in einem Vortrag über Internetkriminalität und die Gefahren im Netz. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen mit Prävention durch richtiges Verhalten vor den typischen Fallen gewarnt werden. „Das Netz vergisst nichts!“, so lautet die eindeutige Ermahnung. Und mit persönlichen Daten sollte man immer und überall und im Internet erst recht zurückhaltend sein.

Unfälle zu vermeiden ist ein weiterer Wunsch aller Beteiligten. Ältere Menschen hatten deshalb die Möglichkeit, einen Rollatorführerschein zu machen. Beim Spaziergang mit der Gehhilfe über unebenen Boden merkt man erstmal, wie sehr man aufpassen muss. Auch Teppichkanten sind beliebte Stolperfallen.

Die Aseag und die Polizei boten Senioren praktische Tipps zum Thema sicheres Busfahren. Verkehrssicherheitsberater Norbert Karl informierte über die Gefahren, die rund um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in Aachen von Bussen drohen – an der Haltestelle, während man auf den Bus wartet, während der Busfahrt im Bus und, wenn man dem Bus entstiegen ist und eine Fahrbahn überqueren muss.

Ein Überschlagssimulator der Verkehrskadetten simulierte – anschaulich - die Gefahren im Straßenverkehr. Aber wenn einmal doch etwas passiert ist, leistet die Opferhilfe ihren wertvollen Dienst. Der Weiße Ring versteht sich als Anlaufstelle für alle Kriminalitätsopfer und ihre Angehörigen, die unter den seelischen, körperlichen und wirtschaftlichen Folgen einer Straftat leiden.

Ein Vorbild

Die Opferschutzbeauftragten der Polizei Aachen und Mitarbeiter der Außenstelle Städteregion Aachen des Weißen Rings beantworteten viele Fragen der Besucher. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden über die Premiere, die ganz „sicher“ ein Vorbild für andere Stadtteile sein sollte.

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