Aachen - Stockpuppenkabarett verspricht teuflisch gute Unterhaltung

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Stockpuppenkabarett verspricht teuflisch gute Unterhaltung

Von: Nina Krüsmann
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Auch im verflixten siebten Jahr teuflisch gut: die Kabarett-Truppe von „Pech und Schwefel“. Am 28. Oktober ist Premiere mit zwei neuen Stockpupen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Einen teuflisch unterhaltsamen Abend verspricht die siebte Auflage des Stockpuppenkabaretts von und mit Wendelin Haverkamp. Unter dem Motto „Pech und Schwefel“ lässt der bekannte und beliebte Kabarettist im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen. Dabei treffen auf der Bühne in der Barockfabrik am Löhergraben die Welten von Kabarett und Schängche aufeinander.

Tatsächlich ist die Kombination aus Stockpuppen und Kabarett bislang in Deutschland einmalig, wie Spielleiter Otto Trebels betont. Seit 2008 begeistert der kabarettistische Aufguss aktueller Lebensumstände, Lokalpolitik und darüber hinaus das Publikum. Schnelle Pointen und Seitenhiebe en masse drehen sich um die Geschehnisse in der Kaiserstadt.

Satirische Spitzen auf die städtische Entwicklung mischen sich mit Öcher Temperament und Musikalität, wie Karl Allgaier, Vorsitzender des veranstaltenden Förderkreises Öcher Schängche. Viel Lokalkolorit ist garantiert, aber auch Nicht-Öcher können die Späße gut verstehen: Hochdeutsch mit mundartlichen Streifen ist angesagt.

Vor der Premiere am Dienstag, 28. Oktober, verriet Haverkamp jetzt einige inhaltliche Schwerpunkte, die Appetit machen sollen: Natürlich fährt der berühmte IC 4243 wieder durch die Welt. Diesmal schafft er es als Schienenersatzverkehr allerdings nur bis zum „Abriss Plaza“.

Schwer hat es auch der Chefteufel, der als Vertretung die Jungteufelklasse U21 selbst unterrichten muss. Die Personalsituation in der Hölle ist demnach noch schlimmer als beim Aachener Bürgerservice.

Nicht fehlen darf das Kult-Paar Maria und Gosef. Diesmal möchte Marialein per Illustrierten-Test herausfinden, ob ihr Liebster ein netter Mensch ist. Herauskommt, dass er ein Öcher ist.

Die beiden Abriss-Spezialisten vom Aachener Statt-Betrieb, Jünter und Helmut, sind in Jülich unterwegs, um im Auftrag der Landesregierung den Kugelhaufenreaktor zu verschrotten. Die beiden haben einen Ruf wie Donnerhall, was das Verschrotten angeht und die explosive Lösung wird sogar von einem besonderen Stargast, dem früheren Operntenor des Theaters Aachen Willy Schell besungen.

Der Bischof wird derweil von einem ziemlich großgewachsenen Prominenten heimgesucht, der beichten will: Die Stadt sei pleite. „Wir haben zwei neue Stockpuppen bauen lassen, nämlich Oberbürgermeister Marcel Philipp, weil es sich nach der Wahl nun lohnt, und ein weibliches Öcher Original, mehr wird hierzu noch nicht verraten“, sagt Haverkamp.

Die beiden Musiker Dieter Kaspari und Franz Brandt sorgen im zwölfköpfigen Ensemble für den gewohnt guten Ton. Kaspari steuert seinen Öcher Bluessong „Annemarie“ bei: Es geht um eine Frau, die in den Bus reinkommt und immer sehr viel Parfüm aufgetragen hat.

Dafür, dass zum Beispiel der Zug auch abfahren kann, sorgt Geräuschemacher Freddy Matulla. „Wir haben übrigens auch selbst jede Menge Spaß dabei, denn es ist jeden Abend anders“, erzählt Kaspari.

Und so sieht das „teuflisches Stockpuppenkabarett“ der verflixten siebten Spielzeit mit großer Vorfreude entgegen.

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