Steuerstreit: Aachener Tourist-Service kann aufatmen

Von: gei
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Aufatmen beim „aachen tourist service“ (ats): Ihm bleiben nach „Nachrichten“-Informationen aller Voraussicht nach Steuer-Nachforderungen in Höhe von gut einer halben Million Euro erspart. Mit seiner Klage gegen Nachzahlungs-Forderungen des Finanzamts hat der Verein ats vor dem Finanzgericht Köln kürzlich einen Erfolg feiern können, wie Kämmerin Annekathrin Grehling und ats-Geschäftsführer Werner Schlösser auf Nachfrage bestätigen.

 Demnach muss für die seit 2005 gezahlten städtischen Betriebskostenzuschüsse für die Tourismusarbeit des Vereins keine Mehrwertsteuer abgeführt werden. Dies habe das Finanzgericht entschieden. Weitere Kommentare will Schlösser derzeit nicht geben, weil die schriftliche Begründung noch nicht vorliege. Offen ist zudem noch, wie sich die Gegenseite verhalten wird. Nach Urteilszustellung hat sie zwei Wochen Zeit, Revision einzulegen und vors Bundesfinanzgericht zu ziehen.

Vorerst aber deutet alles darauf hin, dass die jährliche städtische Zuwendung nicht nachversteuert werden muss. Dabei ging es inzwischen insgesamt um eine Summe von knapp 600.000 Euro, die im Laufe der Jahre aufgelaufen ist und rückwirkend seit 2005 eingefordert wurde. Der ats war deswegen bereits von der Insolvenz bedroht, die aber abgewendet werden konnte.

Zwischenzeitlich wurde die Satzung des Vereins geändert, wonach der ats nun nicht mehr „im Auftrag der Stadt“ handelt, zudem wurde der jährliche Zuschuss der Stadt von 500.000 Euro um 75.000 Euro erhöht, um die drohende zusätzliche Steuerbelastung aufzufangen.

Auswirkungen hatte der Steuerstreit allerdings auf die Stellenbesetzungen und damit auch auf die Alltagsarbeit des Tourismus-Vereins. Ob er nun wieder mehr Luft für die Tourismusförderung der Stadt sieht, kann Schlösser noch nicht sagen. „Anstoßen kann man frühestens Karneval“, meint er.

Kämmerin Grehling hofft unterdessen, dass „das Ergebnis auch der Stadt zugute kommt“. Soll heißen, dass zumindest ein Teil der zugesagten Zuschüsse wohl wieder zurück in städtische Kassen fließen kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert